Wochenprognose: Ende der Hitzewelle und Regen in Sicht

Die Höhenströmung dreht heute von W auf SW. Mit ihr wird labil geschichtete, energiereiche und gewitteranfällige Subtropikluft zu den Alpen gesteuert. 
 Die Hitzewelle mit hoher Gewittergefahr erreicht heute So und morgen Mo ihren Höhepunkt. Danach gehen die Temperaturen langsam aber stetig zurück und erreichen Mitte der Woche durchschnittliches sommerliches Niveau. Nur im äußersten O und SO lässt sich die Hitze noch nicht völlig verdrängen.  Gewitter bleiben weiterhin ein Thema.
Mit der Zufuhr atlantischer Luftmassen aus W stabilisiert sich das sommerliche Wetter am Do.
Markanter Temperaturrückgang mit flächendeckendem Regen und damit Linderung der teilweise herrschenden Trockenheit kündigt sich mit einer Kaltfront und Adriatiefentwicklung am kommenden Fr an.

Bereits im Laufe des nächsten Wochenendes beruhigt sich zunächst im S (Sa) und verzögert im N (So) mit einem Azorenkeil das Wetter wieder.

Danach kehrt der Hochsommer zurück!

 

Prognoseübersicht anhand der Ensemblerechnung für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

09.07.2017.ens

 

Synoptische Analyse:

Zwischen dem markant ausgeprägten Azorenhoch und einem Tiefdruckgebiet östlich von Island herrscht weiterhin ein zonales Zirkulationsmuster mit der resultierenden westlichen Grundströmung bis zum nördlichen ME. 
An der Vorderseite eines Randtroges vor der europäischen Atlantikküste bzw. eines flachen abgetropften Höhentiefs über Südfrankreich dreht die Strömung im Ostalpenraum auf SW.
Es bleibt heiß, zunehmend schwül mit ansteigender Gewitterneigung inkl. Unwetterpotential (Starkregen, Hagel, Sturmböen):

09.07.2017.gfs-0-6

 

An dieser Situation ändert sich auch in den kommenden Tagen nichts Wesentliches:

09.07.2017.gfs-0-36

 

Ab Wochenmitte dreht die Höhenströmung wieder zurück auf W  und führt vor allem am Do zu einer kurzzeitigen Stabilisierung und Wetterberuhigung.
Über dem Nordatlantik wird unterdessen ein Kaltluftvorstoß bis ME vorbereitet. Massive Tiefdruckentwicklung zwischen Neufundland und Südgrönland bedingt an seiner Vorderseite Warmluftadvektion nach N und damit verbunden eine Aufwölbung des Azorenhochs über dem zentralen Nordatlantik. Dieses fungiert gleichzeitig an seiner NO-Flanke als  Rutsche für einen Vorstoß subpolarer Maritimluft, die zunächst GB erreicht und mit der Progression des Gesamtsystems (Ostverlagerung) Kurs auf ME nimmt:  

09.07.2017.gfs-0-108

 

Diese Entwicklung mündet am Fr in einer Kaltfront, die bis ins nördliche Mittelmeer vordringt und dort ein Adriatief induziert. Über ME liegt ein mächtiger Trog:

09.07.2017.gfs-0-132

 

Eine nachhaltige Umstellung der GWL ist jedoch mit dieser Entwicklung nicht zu erwarten. Mit der weiterhin bestehenden zonalen Zirkulation stößt rasch ein Azorenkeil nach ME vor, bildet über dem nördlichen ME eine Brücke zum hohem LD über dem Kontinent und leitet damit einen Cutoff-Prozess ein.  Die Zufuhr kühler Luftmassen aus N und Nordstau sind nur von kurzer Dauer:

09.07.2017.gfs-0-156

 

Nach den letzten Modellrechnungen verliert das Cutoff rasch seinen Einfluss auf ME, hoher LD und freundliches Wetter mit Temperaturanstieg  setzt sich ab So österreichweit durch:

09.07.2017.gfs-0-180

 

Die weitere Entwicklung sieht wieder (hoch-)sommerlich, aber keineswegs stabil aus. 

Update folgt.

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