Saharaluft bringt Hitze und Staub

An der Vorderseite eines mächtigen, fast stationären Höhentiefs mit Kern über der Bretagne (Beitragsbild) liegen die Ostalpen in einer südlichen Höhenströmung. Die advehierten Lufmassen stammen aus dem nördlichen Randbereichen der Sahara, sind nicht nur heiß, sondern auch sichtbar getrübt durch mitgeführten Saharastaub:

 

Quelle: Skiron

 

Der äußerste W Österreichs liegt dabei Di/Mi im Bereich einer LMG (Luftmassengrenze) im  zyklonalen Einfluss des Tiefs über WE. Während es in der Osthälfte, abgesehen von einzelnen heftigen Hitzegewittern, hochsommerlich heiß mit Tropennächten (>20 °C) im Flachland bleibt, ist es in der Westhälfte in der feuchteren, labilen und etwas weniger heißen Luft die Neigung zu unwetterartigen Entwicklungen mit Starkregen und Hagel sehr groß.
Mit der retrograden Verlagerung des Höhentiefs auf den Atlantik  (westl. Irland) im Laufe des Do verlagert sich die LMG nach W, womit es auch im westl. Österreich trockener und hochsommerlich heiß wird. Die Luftmasse bleibt aber labil geschichtet, sodass einzelne sehr heftige Hitzegewitter über dem Berg- und Hügelland mit orografischer Unterstützung an den Nachmittagen/Abenden weiterhin auftreten können. Sonst wird es bis Sa  überwiegend  sonnig und heiß  mit Quellwolken im Tagesgang.
Der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle ist voraussichtlich am Sa erreicht. 
Eine Abkühlung auf sommerlichem Niveau erwarte ich mit einer Gewitterfront am So. Details zum Timing folgen in den kommenden Tagen.

 

Überblick über die (hoch-)sommerliche Wetterentwicklung mit dem deutlich überdurchschnittlichen Temperaturniveau in der zweiten Junidekade für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal:

 

Aktualisierung folgt!

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