Korrektur meiner letzten Wochenprognose und aktuelle Wintereinschätzungen

Die prognostizierte schwache Kaltfront mit leichtem Regen hat sich an die Alpennordseite gelegt und die ungewöhnlich warmen Oktobertage beeendet. Auch im Wienerwald und dem Oberen Triestingtal  hat es zu regnen begonnen. In der einfließenden Kaltluft aus N wird die noch  recht milde Morgentemperatiur von 10 °C jetzt um 06:00 in der Früh am meiner Messstation tagsüber nicht mehr ansteigen.

Die letzten Modellrechnungen erfordern eine kleine Korrektur meiner Wochenprognose von Sa in der Früh für die Alpensüdseite und Allerheiligen.

Meine ersten Überlegungen zum kommenden Winter sind noch sehr oberflächlich und am Ende des Beitrags angeführt.

 

Einem kühlen und trüben Di mit Sinken der Schneefallgrenze gegen 1000m folget im Ostalpenraum ein schwaches Zwischenhoch, das sich am Mi an der Alpennordseite und der Osthälfte bei recht kühlen Temperaturen durchsetzt.  Nur im W und SW bleibt es noch unbeständig mit zeitweiligem NS.
Der von mir angekündigte Abschnürprozess mit dem resultierenden kräftige Mittelmeertief verbunden mit Schneefällen in höheren Lagen südlich des Alpenhauptkammes ab Wochenmitte ist aus den aktuellen Modellrechnungen verschwunden. Der Vorstoß der Kaltluft in den Mittelmeerraum fällt nämlich deutlich moderater aus.
Der Do, der letzte Oktobertag,  steht im gesamten Ostalpenraum unter Zwischenhocheinfluss. Einem frostigen Morgen folgt ein Tag mit etwas Nebel in den Niederungen und viel Sonne tagsüber.
Bereits am Fr zu Allerheiligen greift  eine Warmfront von W mit Wolkenfeldern und markanter Erwärmung in höheren Lagen auf die Ostalpen über. Nach O zu bleibt es noch recht freundlich, im W setzt voraussichtlich abends Regen ein.

Das Wochenende steht im Zeichen einer milden unbeständigen SW-Strömung an der Vorderseite eines atlantischen Tiefs.
Die milde SW-liche Grundströmung dauert nach den aktuellen Berechnungen in der ersten Novemberdekade an, sodass weit und breit kein Wintereinbruch im Gebirge zu erwarten ist.

 

Zur Übersicht die Ensemblerechnungen von GFS für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

 

Aus der voraussichtlichen  Entwicklung des  Wetters Anfang November bereits einen Winterprognose abzuleiten, ist meines Erachtens verfrüht.
Die von mir bei meiner Wintereinschätzung gesichteten  Langfristprognosen der Wetterdienstleister (ZAMG, DWD, NOAA, NASA)  bieten zum Teil schon experimentelle Prognosen für den gesamten Winter an. Der Trend geht recht einheitlich in Richtung zu einem mehr oder wenigen milden Winter, was für höhere Lagen wie letztes Jahr durchaus Schneereichtum bedeuten kann. Extrem mild fällt dabei die Vorhersage von NOAA aus.
In mein Weltbild passen diese Einschätzungen allerdings derzeit nicht. 

Die aktuelle überdurchschnittliche Schneedeckenausdehnung über Eurasien, ………………

Quelle: NOAA

 

…………. das Minimum bei der arktischen Eisausdehnung, …………

Quelle: Meereisportal

 

……………. der berechnete Wechsel der QBO von W auf O zum Jahreswechsel und das Sonnenfleckenminimum des Sonnenzyklus 24 sind für mich eher Indikatoren für einen „kühlen“ Winter (
Waccy-Bedingungen, Schwächung der AO und geringerer Energieeintrag in die Atmosphäre durch die Sonne).
In Zeiten des Klimawandels muss dies nicht „kalt“ bedeuten, aber zumindest „normal“ und kein Mildwinter.

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