Kein stabiles Sommerhoch im Alpenraum, aber Normalisierung des Temperaturniveaus

Der Mai endet unterkühlt und unbeständig, aber mit dem Monatswechsel und damit mit dem Beginn des meteorologischen Sommers erfolgt eine Normalisierung des Temperaturniveaus. Ein stabiles Hoch mit sommerlicher Hitze ist jedoch (noch) nicht in Sicht. Es bleibt wechselhaft.

 

Exemplarisch die Ensemblerechnungen der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

 

Die Bandbreite für die prognostizierte Temperaturentwicklung der einzelnen Ensemblememer beträgt zwar noch gut 10 K, im Mittel entspricht die Temperatur aber dem klimatologischen Mittel für diese Jahreszeit.

Die simulierte Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes zeigt ein mächtiges Skandinavienhoch. Dieses ist aus der in meiner letzten Analyse gezeigten fragilen Omegalage über dem NA (Nordatlantik) durch Progressioin hervorgegangen. An seiner SO-Flanke wird kühle, aber überwiegend trockene Kontinentalluft zu den Ostalpen gesteuert. Zeitweise könnten auch Feuchtefelder eines stationären Höhentiefs über dem Balkan in die Zirkulation eingebunden sein und für unbeständigen Wettercharakter sorgen. 
An der Vorderseite eines über dem NA weit nach S reichenden Troges wird subtropische Warmluft advehiert und gleichzeitig das Skandinavienhoch gestützt. Die Ostalpen liegen im Übergangsbereich beider Luftmassen. Insgesamt sollte aber mit der kräftigen Sonneneinstrahlung  ein (früh-)sommerliches Temperaturniveau einstellen, wobei ein W-O Gefälle der Temperaturen wahrscheinlich ist:

 

Aktualisierung und ein „Versuch“, die Ursachen für das unterkühlte Frühjahr aufzuzeigen, folgen demnächst!

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