Hitzewelle zu Beginn des letzten Drittels der Hundstage

Auch wenn der heurige Sommer noch kein stabiles Hoch mit länger andauernder Hitzewelle hervorbrachte, so ist er gemittelt bis jetzt deutlich zu warm.

 

Klimamonitoring der ZAMG mit der Temperaturabweichung des bisherigen Sommers bezogen auf das Klimamittel 1981-2010 in Österreich:

Quelle: ZAMG

 

Und daran dürfte sich in nächster Zeit nichts ändern. Einzig der Westen kommt jetzt auch in den vollen Genuss der Hitze.

Heute Mi und morgen Do ist ein Hochdruckgebiet wetterbestimmend. Die Luftmasse ist noch recht stabil geschichtet und mäßig warm. Zwei Sommertage mit reichlich Sonne und nur geringer Schauer- und Gewitterneigung über dem Berg- und Hügelland stehen bevor.

Von Fr bis voraussichtlich Mo schwappt bei weiterhin antizyklonalen Bedingungen subtropische labile Warmluft aus dem Mittelmeerraum über die Alpen. Die Gewittergefahr nimmt deutlich zu, die Tageshöchsttemperaturen steigen in den Niederungen österreichweit auf hochsommerliche Werte (>30 °C).
Was ich schon in meiner letzten Wochenprognose am Sa angedeutet habe, wird nun Realität. Die Hundstage (23.Juli-23August) dieses Sommers, die noch keine längere Hitzewelle hervorbrachten, besinnen sich in den kommenden Tagen vorübergehend  ihrer Bedeutung.

An der SO-Flanke eines Troges mit positiver Achsneigung erfolgt mit SW-licher Strömung WLA (Warmluftadvektion) aus subtropischen Breiten in den Alpenraum. Dabei überwiegt der antizyklonale Einfluss (GWL SWa). Die Frontalzone und mit ihr die kühleren atlantischen Luftmassen wird nachhaltig nach N abgedrängt.

Exemplarisch die Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes für das von Hitze geprägte kommende Wochenende:

 

Nach letzten Modellsimulationen von GFS und IFS des EZ bleiben die subtropischen Luftmassen im Ostalpenraum über das Wochenende wetterbestimmend. Danach „scheiden sich die Geister“.

Die weiteren Entwicklung des Atlantiktroges wird vom Hauptlauf des amerikanischen GFS beharrlich sehr eigenwillig simuliert. Er liegt damit gänzlich unterschiedlich sowohl zu einem großen Teil seiner Ensembles, als auch zum europäischen IFS. 

Tendenziell zeigt der Hauptlauf von GFS nach dem Wochenende Abschnürungstendenzen über GB/Biskaya, was im Alpenraum ein Ansteilen der Strömung auf S an der Vorderseite des Cutoffs  bewirken würde. Das hochsommerlich warme  Sommerwetter mit anhaltender Zufuhr von Subtropikluft würde in die Verlängerung gehen. 

Exemplarisch die Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes für kommenden Di:

 

Diese Entwicklung ist aber keineswegs abgesichert, sondern als  spekulativer Blick in die Glaskugel zu betrachten.

Denn das IFS des EZ simuliert in den letzten Modellläufen keinen Abschnürprozess vor der europäischen Atlantikküste, sondern die Progression des Troges in Richtung OE (Osteuropa) bei gleichzeitiger Nachrücken des aufgewölbten Azorenhochs.  ME würde bei dieser Entwicklung von einer  N- bis NW-Strömung mit kühlen maritimen Luftmassen erfasst, d.h. die Hitzewelle ist rasch wieder zu Ende:

 

Betrachtet man die Ensemblerechnungen der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“, wird an der Bandbreite der Temperaturprognosen im 850-hPa Niveau  offensichtlich, dass ab kommenden Wochenbeginn große Unsicherheiten bestehen. Lediglich NS dürfte auf niedrigem Niveau bleiben:

 

Update folgt!

 

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