Weiterhin persistente blockierende Omegalage

Die nun erblühenden Zyklamen in den Wäldern des Oberen Triestingtales (Beitragsbild) sind ein untrügliche Zeichen des nahenden Herbstes. Der Wettercharakter im Mittelfristzeitraum ist und bleibt  frühherbstlich!

 

Die Omegalage über dem NA (Nordatlantik), die vom amerikanischen Wettermodell bereits vor einer Woche gut erfasst wurde und auf die ich in meiner Wochenprognose ausführlich eingegangen bin, bleibt in den Grundzügen zumindest bis Anfang September bestehen. An der Westflanke des Omegahochs werden energiereiche tropische Systeme (ehemalige Tropenstürme bzw. Hurrikans) in die Frontalzone eingebunden. Das durch WLA (Warmluftadvektion) gestütze Omegahoch bleibt über dem NA quasistationär und lenkt  damit die atlantische Frontalzone in Richtung Polarmeer. Für das Wetter in ME und damit im Alpenraum  sind die Vorgänge an der O/SO-flanke des Omegahochs ausschlaggebend. Hier verstärkt sich der  zyklonale Einfluss und die Zufuhr kühler Luftmassen aus NO. Als Ursache sehe ich das vorübergehende Drehen der Achse des Omegahoch im Uhrzeigersinn, bedingt durch ein Sturmtief zw. Grönland und Island. Damit dehnt sich einerseits das hohe Geopotential nach O aus, bildet eine Brücke mit dem Kontinentalhoch und schnürt den OE-Trog ab; andererseits ist dadurch das entstandene Cutoff/Höhentief nun von hohem Geopotential gefangen und  gezwungen bei Polen/Cz ortsfest zu verharren. Mit einer NO-Grundströmung, die am Boden auf NW-liche Richtung dreht, lenkt es sehr kühle Luftmassen subpolaren Ursprung nach ME bis in den nördlichen Mittelmeerraum:

 

An dieser großräumigen Geopotential-/Druckstruktur ändert sich bis zum meteorologischen Sommerende nichts Wesentliches. ME bleibt im Einflussbereich des Höhentiefs mit hochreichend kalter Luftmasse. Das Omegahoch wehrt sich weiterhin erfolgreich gegen die Frontalzone: 

 

In weiterer Folge, den ersten Tagen des  meteorologischen Herbstbeginns, nehmen die Unsicherheiten zwar zu, aber ich erwarte ein Nachlassen des Höhentiefeinflusses und langsame Temperatur- und Hochdruckzunahme aus W. Die nördliche Strömungskomponente und damit das gedämpfte Temperaturniveau dürften jedoch bestehen bleiben. Dies ist jedoch keine belastbare Prognose, sondern meine persönliche Einschätzung  😉

 

Abschließend die Ensemblerechnungen der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

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