Extremer Gletscherrückgang am Beispiel des Taschachferners

Die anthropogene Erderwärmung, die sich im Alpenraum ähnlich wie in der Arktis verstärkt auswirkt, führt von Jahr zu Jahr zu einem enormen Masseverlust der Gletscher. Im Vorjahr habe ich dies am Beispiel der Pasterze dokumentiert (link).
Gestern unternahm ich im Talschluß des Pitztales in Nordtirol eine ausgedehnte Bergtour in den Ötztaler Alpen. Dabei wanderte ich die meiste Zeit hoch über den Taschachferner im Anblick der Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols. Der drastische Gletscherschwund zeigt sich erwartrungsgemäß auch hier und wird heuer durch den schneearmen Winter, die deutlich zu warmen Vormonate und dem aktuellen „Hitzesommer“  verstärkt. Die hohen Pegelstände der Gletscherabflüsse bezeugen die überdurchschnittlichen Schmelzraten. Der Schnee des Winterhalbjahres ist bis ins Nährgebiet größtenteils geschmolzen. Das nun freiliegende, schutzlos der Sonne ausgelieferte  und dunkle Blankeis absorbiert deutlich mehr Sonnenenergie als weißer Schnee. Ein zusätzlicher Schub, der das Abschmelzen verstärkt.  Ausgedehnte Gletscherseen entstehen am Ende der Gletscherzungen.  Gebirgsbäche sind gut mit Schmelzwasser gefüllt und nur schwer zu queren. 

Der nachfolgenden Beitrag mit einer ausführlichen Fotostrecke meiner gestrigen Bergtour dokumentiert auch den rasanten Gletscherrückgang in den Alpen am Beispiel des Taschachferners und zeigt exemplarisch die oben beschriebenen Begleiterscheinungen.

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