Wochenprognose: Wetterberuhigung, winterlich kalt, kaum Neuschnee

Die Weichenstellung für einen winterlichen Wetterabschnitt bis weit in die dritte Jännerdekade bleibt bestehen. Trotz leichter Pendelbewegungen in den Modellsimulationen bleibt das angekündigte Winterszenario einzementiert.
Heute Sa gibt es in den Nordstaulagen mit einer weiteren Kaltfront nochmals nennenswerten Neuschneezuwachs. Der äußerste Osten und die Alpensüdseite sind davon nicht  betroffen.

Die seit längerem vorhergesagte High-over-Low Lage wird sich im weiteren Verlauf etablieren. Dabei kommt ME zwischen einem abgespalteten zonal ausgerichteten Ableger des Azorenhochs, der sich  über Südskandinavien bis Russland ausdehnt, und tiefem Geopotential über dem Mittelmeerraum zu liegen. Die resultierende Grundströmung dreht von anfangs NO über O in weiterer Folge auf SO.

-Geringe Luftdruckgegensätze,
-leicht zyklonaler Einfluss von S mit vielen Wolken, aber wenig Neuschnee (bevorzugt im SO),
-mäßiger Dauerfrost in den Niederungen und
 -leichte Milderung auf den Bergen (Inversion)
prägen den Wettercharakter.

Ich erwarte auch jenseits der Wochenfrist – also ab kommenden So den 22.1. –  keine gravierende Änderung an dieser eher ruhigen winterlichen GWL. Der Atlantik bleibt durch hohes Geopotential blockiert, die Frontalzone verläuft weit im Norden über Skandinavien und hat keinen Einfluss auf unser Wetter. 

 

Die Ensemblerechnungen für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ zeigen sehr schön die oben beschriebene Entwicklung. 
Der Temperaturanstieg auf den Bergen (850hPa entspricht ca. 1500m) ab der kommenden Wochenmitte im ersten Diagramm wird von der 2m Temperatur im zweiten Diagramm nicht proportionl mitgemacht. Durch die gradientenschwachen Verhältnisse fehlt eine Durchmischung, die Grundschicht  bleibt daher winterlich kalt mit Dauerfrost: 

14.01.2017.ens1

 

124.01.2017.ens2

 

Eine ausfühliche synoptische Analyse mit den interessanten Entwicklungen des Polarwirbels in der Stratosphäre folgt demnächst.

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