Ergänzungen zur Wochenprognose: nach nassem Trogdurchgang Wetterberuhigung aber herbstlich kühl

Auch wenn die Höhenkaltluft keinen stabilen Altweibersommer ermöglicht ist der Wettertrend  nach den kommenden nassen Tagen ab der zweiten Wochenhälfte bis über das kommende Wochenende hinaus deutlich freundlicher, wobei der W und S die besseren Karten haben.

Mit dem Durchschwenken des Troges wird es am Di  mit einer Adriatiefentwicklung sehr nass mit erheblichen Schneemengen im Gebirge oberhalb 1800m-2000m.
Trog und Adriatief haben am Mi den O, SO und die Alpennorseite weiterhin fest im Griff. Die Niederschläge lassen hier nur langsam nach. In Summe sind hier 50mm-80mm Regen möglich.
Kleinräumige Überflutungen sind bei dieser Vb-ähnlichen durchaus möglich. Über der warmen Adria wird sehr viel Wasserdampf aufgenommen, der als Niederschlag wieder runterkommt.
Falls sich die Lage zuspitzt, gibt es morgen Di ein Update!

 

Nur im äußersten W und vor allem im nordföhnigem S setzt bereits im Laufe des Mi Wetterberuhigung mit Auflockerungen ein.

Am Do  erfolgt zwischen einem Keil des Azorenhochs, der sich im Bodendruckfeld langsam bis zu den Ostalpen schiebt,  und dem abgeschnürten Höhentief über dem Balkan der Übergang zu einer wechselhaften N/NO-Lage mit gedämpften frühherbstlichen Temperaturen:

18.09.2017.gfs-0-84 

An dieser GWL ändert sich von Fr bis zum Wochenende nichts Wesentliches. Am kommenden Wochenende liegen die Ostalpen weiterhin „zwischen den Stühlen“. Im Randbereich des  recht ortsfesten Balkan-/Karpartentief  bleibt es im O wolkenreicher und auch etwas kühler als im äußersten W und im S. Ich erwarte ein W-O Gefälle bei den Temperaturen und der Sonnenscheindauer.
Die großräumige Druckverteilung zeigt ein markantes Hochdruckgebiet über Skandinavien, das durch WLA (Warmluftadvektion) an der ostflanke des Balkantiefs gestützt wird. Die atlantischen Störungen bleiben somit blockiert und werden ins europäische Nordmeer abgelenkt:.

18.09.2017.gfs-0-132

 

Mit dieser Entwicklung dürfte sich zum  Beginn der kommenden Woche, die in meiner letzten synoptischen Analyse angedeutete retrograde Verlagerung des Höhentiefs durchsetzten.

In der über die Ensemblerechnung gemittelte Druckverteilung erfolgt an der Südflanke des Skandinavienhochs eine Westverlagerung des mittlerweile zu einem Kaltlufttropfen (KLT) mutierten Höchentiefs. Damit bleibt die Luftschichtung labil. Flache Druckverteilung bei höhenkalter Luftmasse lässt kein stabiles Altweibersommerwetter zu. Die atlantischen Störungen bleiben durch eine Hochdruckbrücke (HB) zwischen Azoren- und Skandinavienhoch quer über WE weiterhin blockiert:

18.09.2017.gens-21-1-180 

 

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt und auch wenn es noch höchst unsicher und damit spekulativ ist, existiert meiner Meinung die Chance auf ein paar Tage Altweibersommerwetter; allerdings verschiebt sich diese Chance in die erste Oktoberdekade.

In den letzten Septembertagen erfolgt die Einbindung von Ex-Hurrikan JOSE als außertropische Sturmtief in die nördliche Frontalzone.  Diese Entwicklung hat Potential zur Ausweitung des  Azorenhochs mit höhenwarmen Luftmassen bis ME. Auch der derzeit noch vor der Karibik liegenden Hurrikan MARIA und die tropische Depression LEE,   könnten nach dem Monatswechsel Einfluss auf unser Wetter nehmen:

18.09.2017.atlantischehurrikans

Quelle: NOAA

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