Föhniges Wochenende, feuchter Wochenstart

Allerheiligen und Allerseelen waren gekennzeichnet von ruhigem mildem Wetter mit hohen Warmluftwolken, wenig Nebel und klarer trockener Luftmasse über der Grundschicht. Das Beitragsbild und die nachfolgenden Fotos geben Zeugnis von dieser Wetterlage:

 

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Die schwache Kaltfront, die sich in der vergangenen Nacht an die Nordseite der Ostalpen legte, schwächt sich heute Fr mit zunehemenden Hochdruckeinfluss aus W rasch ab. Spätestens am Nachmittag wird sich auch die Sonne zeigen.
Das Wochenende steht im Zeichen des Föhns, wobei im Verlauf des So eine markante Front aus SW den W und S mit Regen erreicht. Im O und an der Alpennordseite ist mit zähem Nebel zu rechnen.
Ein Genuatief bestimmt den Wettercharakter zu Wochenbeginn. Vor allem an der Alpensüdseite ist mit zum Teil ergiebigen Stauniederschlägen  zu rechnen. Mit der aus W einsickernden kühleren Luft sinkt im Bergland die Schneefallgrenze vorübergehend gegen 1000m. Mit der Niederschlagskühlung könnte im W und SW (Vorarlberg, Nord- und Osttirol, Oberkärnten)  die Schneefallgrenze kurzzeitig bis in höhere Alpentäler sinken.
Etwas wetterbegünstigt ist die Alpennordseite und der O. 
Ab Mitte der kommenden Woche kündigt sich eine flache Druckverteilung  mit häufigem Nebel in den Niederungen und relativ milder aber wolkenreicher Luft über den Bergen an. Dabei bleibt die Westhälfte Österreichs zyklonaler geprägt mit tieferem Temperaturniveau.

 

Übersicht über die bevorstehende Wetterentwicklung anhand der Ensemblerechnungen des amerikanischen GFS für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

03.11.2017.ens

 

Synoptische Analyse:

Hinter der schwachen Kaltfront dehnt sich aus W hoher LD über die Ostalpen aus.  Ein Trog mit eingebetteten Höhentief  vor der Atlantikküste wird in den kommenden Tagen unser Wetter gestalten:

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Morgen Sa etabliert sich an der Vorderseite des Troges, der mittlerweile über der Iberischen Halbinsel liegt, eine ausgeprägte Föhnlage, die im Verlauf des So mit weiterer Annäherung des Troges und einsetzender Zyklogenese im Golf von Genua von W zusammenbricht:

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Am Mo herrscht in den Ostalpen Tiefdruckeinfluss. Zwischen dem weit nach W zurückgezogenen Azorenhoch und einem Kontinentalhoch bedeckt der Trog mit eingebetteten Genuatief den gesamten Alpenraum. Dabei fließt in der Westhälfte kühlere Meeresluft ein, während in den  SO/O an der Vorderseite des Genuatiefs feuchtmilde Mitterlmeerluft gesteuert wird. An der Vorderseite eines mächtigen nordatlantischen Sturmtiefs zwischen Südgrönland und Island wölbt sich ein Keil des Azorenhochs in Richtung Nordsee auf und bildet über dem nördlichen ME eine schwache Hochdruckbrücke (HB) zum Kontinentalhoch:

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Bis Mitte kommender Woche verlagert sich das Azorenhoch wieder an seinem angestammten Platz und bleibt über eine schwache Hochdruckbrücke mit dem Hoch über Skandinavien in Verbindung. Das  Genuatief füllt sich auf. Weite Teile von WE und dem Mittelmeerraum bleiben jedoch zyklonal geprägt.  In den Ostalpen stellt sich eine flache Druckverteilung mit den für die Jahreszeit typischen Wettererscheinungen in der Grundschicht ein:

03.11.2017.gfs-0-132

 

Aktualisierung in der Wochenprognose!

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