Abenteuerlicher Anstieg durch die Dirtlerschlucht auf die Hochfläche der Schneealpe

Gestern unternahm ich eine abenteuerliche Bergtour mit umfangreicher Ausrüstung (Schi, Steigeisen, Pickel, Lawinenausrüstung, Fotoequipment) in totaler Einsamkeit auf die Schneealpe. Es war erwartungsgemäß mehr ein alpinistisches Erlebnis, als eine Schitour für Genießer.

 

Ausgangspunkt war Neuwald, von wo die Tour  entlang der Kalten Mürz in Langlaufmanier mit einem langen flachen Forststraßenstück begann und ins Baumtal führt. Aus dem Baumtal führt der weitere Schianstieg zunächst in einen breiter Graben – begrenzt von steilen Bergflanken mit der Gr. und Kl. Burgwand links und den Salzwänd und der Mitterbergwand rechts – Richtung Schneealpenplateau. Erst im letzten Drittel des Grabenanstiegs steilt sich dieser auf und verschmälert sich dabei schluchtartig. Mehrere vereiste und verharschte Steilstufen zwingen zum Abschnallen der Schi.  Pickel und Steigeisen erweisen sich als hilfreich. 

Auf der Hochfläche besuchte ich nach Überschreitung des Schusterstuhls den Windberg ( nomen est omen!), mit 1903m die höchste Erhebung der Schneealpe. Die Gipfelrast fiel dem starken Südwind zum Opfer.

Drei Abfahrtsvarianten hatte ich optional bei der Tourenplanung ins Auge gefasst aber aufgrund der Schneeverhältnisse verworfen. 
Der Kleinbodengraben hatte im oberen Teil zu wenig Schnee; die Steilrinne vom Schusterstuhl in die Dirtlerschlucht  war mir wegen der frisch eingewehten Triebschneepakete auf glatter Harschunterlage zu riskant; für die ostseitige Wasserfallschlucht hat der Anstieg zu lange gedauert.
Ich entschied mich deshalb für einen langen aber aussichtsreichen Rückweg. Nach einer kurzen Abfahrt vom Windberg nach S wanderte ich über die Hochfläche zunächst nach O, dann entlang der ostseitigen Steilabbrüche der Dirtlerschlucht nach N, die Kl. Burgwand ausgesetzt westseitig querend  bis zu einer Jagdhütte vor der Gr. Burgwand. Von dort erfolgt die Abfahrt ins Baumtal und entlang der Kalten Mürz zurück zum Ausgangspunkt.

 

Anstieg

Langer Forststraßenhatscher gegen die Sonne am Beginn der Tour zum Aufwärmen:

                    

 

Der anfangs breite Graben in Richtung Dirtlerschlucht:

 

Starker Gegenwind aus S und frischer Triebschnee:

 

Eisige Hindernisse in eindrucksvoller alpiner Landschaft:

            

 

Ausstieg auf die Hochfläche:

 

Am Schusterstuhl; in Bildmitte der Schneeberg:

 

Tiefblick in den Kleinbodengraben mit Ötscher, Donnerwand, Göller und Mitterbergwand:

 

Gipfelziel Windberg:

                        

 

Gipfelpanorama mit …………

Veitsch und Hochschwab:

 

Hochfläche nach O und S mit Schneeberg und Rax am Horizont:

 

Die eingeschneiten Almhütten auf der Schneealpe:

 

Gezoomt Schneeberg ………..

 

……………. und Rax/Heukuppe

 

Abstieg/Abfahrt

Blick zurück zum Windberg, Schusterstuhl und Mitterberschneid/- wand:

 

Querung westseitig der Kl. Burgwand:

 

Die Südkare des Göller:

 

Tiefblicke in die Dirtlerschlucht; am Horizont Ötscher und Göller, rechts Gr. Burgwand:

 

Gr. Burgwand mit Jagdhütte:

 

Tiefblick ins Baumtal; am Horizont der Schneeberg; in der rechten Bildhälfte der Ameisbühel:

 

Im windgeschützten schattigen Graben waren gezählte 20 Pulverschneeschwünge der würdige Abschluss der Tour, bevor es auf vereister Forststraße zurück zum Ausgangspunkt ging:

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