Azorenhoch und Skandinavientief

Das Tiefdruck zwischen GB und Island bleibt in den kommenden Tagen noch weitgehend stationär. Ein zugehöriger Trog mit negativer Achsneigung reicht bis Frankreich. An seiner Vorderseite herrscht in den Ostalpen eine SW-liche Grundströmung, mit der feuchtlabile Warmluft herangeführt wird. Die näher am Trog liegende Westhälfte Österreichs ist dabei deutlich wolkenreicher und gewitteranfälliger. Im O bleibt es vorerst hochsommerlich heiß und schwül mit Tropennächten im Flachland. Lokale Gewitter sind zwar Mi und Do auch hier möglich, sollten sich aber auf das Berg- und Hügelland bzw. das Waldviertel beschränken.
Erst am  Fr wird es im Vorfeld einer Kaltfront auch im äußersten O ab dem späteren Nachmittag gewittrig:

 

 

Nach Passage der Kaltfront in der Nacht auf Sa bietet der Sa bei westl. Wind mit einem Zwischenhoch, angenehmen sommerlichen Temperaturen und einem Wechsel aus Sonne und Cumuli .
Der Hochdruckeinfluss bleibt auch So und Mo bei wieder ansteigenden Temperaturen auf hochsommerliche Werte wetterbestimmend:

 

Gleichzeitig vollzieht sich eine nachhaltige Änderung der Druckverteilung und Zirkulationsstruktur vom NA (Nordatlantik) bis OE (Osteuropa). Aus der Beitragsüberschrift lässt sich bereits ableiten, dass Azorenhoch und Skandinavientief dominierend ins Wettergeschehen eingreifen. Ersteres, das in der Vergangenheit eine etwas nach W verschobene Position einnnahm, besinnt sich seines angestammten Platzes und wölbt sich dabei nach N auf. Das NA-Tief wird dadurch nach O abgedrängt und macht es sich über dem sklandinavischen Raum heimelig. Im Gradientenfeld zwischen beiden Drucksystemen könnte ME im Verlauf der kommenden Woche in eine mäßig warme NW-Strömung gelangen. 

Die andauernde Trogvorderseite mit der Zufuhr feuchtlabiler Subtropenluft aus dem Mittelmeerraum wäre damit Geschichte  🙂

Natürlich ist diese skizzierte Entwicklung aufgrund der zeitlichen Ferne noch mit Unsicherheiten behaftet. Faktum ist, dass sie noch in den Siebenschläferzeitraum (nach gregorianischen Kalender) fällt. Ich  kann jetzt nur mit einem Blick in die Glaskugel  😉  spekulieren, Aber die plausibelste Variante für mich ist eine Progression der Wellenstruktur (Pfeile in obiger Karte) und damit Azorenhocheinfluss im Alpenraum in weiterer Folge. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dann das zu warme Sommerwetter fortsetzt wäre dann hoch.
Der Übergang zur dieser neuen GWL könnte aber mit einer Trogpassage inkl. Adriatiefentwicklung einhergehen?

Aktualisierung demnächst!

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