Alle Beiträge von Franz

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Der Dauerfrost währt nicht lange

Sah es vor wenigen Tagen noch nach einem längeren hochwinterlichen Wetterabschnitt aus, so kündigt sich heute bereits für die ersten Jännertage ein jähes Ende an.

29.12.2014.schnee.72_24Die Entwicklung im Detail:
von heute Mo bis zum Silvestertag erwarten uns bei Dauerfrost an der Alpennordseite weitere Schneefälle, am intensivsten nach Westen zu (linkes Bild).
Die Neujahrsnacht wird bitterkalt…..in geschützten Aufklarungsgebieten bis -20°.
Zu Jaresbeginn Do/Fr Hochduckeinfluss mit markanter Erwärmung in der Höhe, frostig bleibt es in den Alpentälern und Becken, wo sich Kaltluftseen halten können. Im Flachland greift milder Westwind durch.
Am kommenden Wochenende Kaltfront von NW mit Schnee an der Alpennordseite.

 

Der bevorstehende Temperatursprung von über 20°K  auf den Bergen (siehe Beitragsbild) innerhalb 2-3 Tagen ist zweifelsfrei ein außergewöhnliches Ereignis.

Wie kann es dazu kommen?

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Der Winter hält nachhaltig Einzug

26.12.2014.zamg

Ab heute erreichen uns an der Nordostflanke eines in Richtung Südgrönland vorstoßenden Atlantikrückens zunehmend kältere polare Kaltluftmassen aus Norden, begleitet von schauerartigen Schneefällen, am ergiebigsten in den Nordstaulage.

Bis zum Jahresbeginn bildet sich eine „High-over-Low“ Lage (Hochdruck Skandinavien/Baltikum, Tiefdruck im Mittelmeer), die uns  eine kalte O/NO-Strömung bringt.

Die bevorstehenden Eistage werden somit den Temperaturüberschuß des bis jetzt außergewöhnlich milden Dezember 2014 erheblich reduzieren.

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Wechselhaft, trocken, turbulent und viel zu mild bis über Weihnachten

Die bis Mitte kommender Woche andauernde Großwetterlage (GWL) wird von den Meteorologen mit Wa bzw. NWa bezeichnet. Neben der Windrichtung (W/NW) kommt in dieser Abkürzung noch der antizyklonale Wettercharakter zum Ausdruck.  Die optische Begleiterscheinung ist gutsichtige Atlantikluft mit nur lockeren Wolken (siehe Beitragsbild) an der Rückseite schwacher Störungen; im Warmsektor auch dünne hohe Wolkenfelder.
Charakeristisch dafür ist eine weit nördl. verlaufende Frontalzone und hoher Luftdruck von den Azoren bis ins westl. Mittelmeer:

21.12.2014.gfs-0-36

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Zweite Aktualisierung der Winterprognose 2014/2015

Am 22.12.2014 um 00:03 ist astronomischer Winterbeginn. Kalendarisch dauert er dann bis 20.03.2015, 23:45.

Viel interessanter ist aber derzeit die Frage: wann wird der Winter endlich seinem Namen gerecht?

Heute möchte ich

– ausgehend  von der aktuellen Druckkonstellation der nördlichen Hemisphäre die bevorstehende Entwicklung analysieren,
–  die vorliegenden Updates der Winterprognosen von ZAMG und CPC zitieren,
– meine Winterprognose vom 10.11.2014 aufgrund der aktuellen Erkenntnisse bewerten und gegebenenfalls anpassen.

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Der Winter ist nun endlich in Sichtweite

Zu den Weihnachtsfeiertagen wird die Umstellung der Großwetterlage jenseits des atlantischen Ozeans angestoßen und noch vor dem Jahreswechsel hält der Winter Einzug.
Wunschdenken oder Realität?
Die ENS-Member (siehe Beitragsbild) zeigen zwar ab Weihnachten noch eine starke Streuung, der Hauptlauf und die Mehrzahl der Rechnungen gehen aber langsam auf Winterkurs, was sich auch in der Mittelwertberechnung der Temperatur (rote Kurve) spiegelt.
Die Wahrscheinlichkeit dafür war heuer noch nie so groß und diese Tendenz passt auch perfekt zur prognostizierten Entwicklung der Zirkulation über Atlantik und Arktis (NAO-Index, AO-Idex), die von ihren winterfeindlichen aktuellen Höchstständen auf Talfahrt gehen:

Arktische Oszillation

18.12.2014.AO

 

Nordatlantische Oszillation

18.12.2014.NAO

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Mildes wechselhaftes Atlantikwetter…………..

…………………erwartet uns in der kommenden Woche.

Maritime Subtropikluft aus SW (Vorderseite) im Wechsel mit maritimer Subpolarluft aus NW (Rückseite) wird dabei nach ME geführt.
Ein Wintereinbruch ist dabei nicht zu erwarten.
Und für Weihnachten könnte uns nach den letzten Modellrechnungen mit dem Vorstoß des Azorenhochs ein kurzer, höhenwarmer, antizyklonaler Wetterabschnitt bevorstehen. Dabei gibt es inversionsbedingt höchstens in den Niederungen und Tälern, in denen sich Kaltluftseen halten, winterliche Temperaturen mit Kahlfrost.
Aufgrund der starken Dynamik am Atlantik mit laufender Ausbildung von Sturmtiefs im Seengebiet zwischen Südgrönland und Island, können sich in Wochenfrist durchaus noch Änderungen der Entwicklung bis Weihnachten ergeben.

Eine Feststellung kann ich  allerdings mit Sicherheit festhalten:
Die eingefahrene und winterfeindliche Erhaltungsneigung mit dem Kontinentalblock sind wir jetzt los.

Die Frage, die ich mir allerdings stelle:
Blüht uns jetzt das nächste winterfeindliche Zirkulationsmuster mit anderen Akteuren: Azorenhoch, Tiefdruckkomplex von Grönland bis ins europäische Nordmeer?

Irgendwie war der Rückzug des Kontinentalhochs bis Sibirien  jetzt doch zuviel des Guten. Es kommt zu keinen bleibenden Austrogungen über den Alpen. Auch das Azorenhoch arbeitet gegen eine solche Entwicklung. Es schafft am Atlantik (noch ) keine Aufkeilung nach Norden, um als nachhaltige Kaltluftrutsche für polare Luftmassen zu fungieren. Stattdessen wird es immer wieder geglättet und versorgt uns mit milder Atlantikluft.

Trotz alledem sehe ich in der momentanen Zonalisierung nur einen notwendigen Zwischenschritt zu einer winterlichen  Wetterphase    🙂

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Traum und Wirklichkeit: Hocheck nach dem Eisbruch-Desaster

Traumhaft schöne frisch verschneite Winterlandschaft, unmittelbar daneben vom Eisbruch der letzten Woche zerstörte Waldareale als traurige Wirklichkeit……….. so präsentierte sich heute das Hocheck.

Die Eindrücke hinterließen in mir ein Wechselbad der Gefühle.

Die Foto`s sprechen für sich!

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Der Winter lässt weiter auf sich warten

Der Schnee, der in höheren Lagen über das Wochenende gefallen ist (Beitragsbild/Hocheck von gestern 08.12.2014), wird dank eingeflossener kühler Luftmasse und Zwischenhoch heute und morgen konserviert, danach stehen allerdings sämtliche Zeichen wieder auf Milderung mit nur geringen Niederschlagssignalen.
Laufende Sturmtiefentwicklungen über dem Nordatlantik und ein erstarktes Azorenhoch beleben die Westdrift und bringen einen wechselhaften Wettercharakter mit milden Vorderseiten und nach schwachen Frontdurchgängen kühleren  Rückseiten.  Eine Schneedecke bis in die Niederungen ist dabei nicht zu erwarten.
Ob sich an dieser Wettersituation vor Weihnachten noch Grundlegendes ändert, ist seriös nicht vorhersagbar; momentan sieht es aber nicht danach aus aber „Die Hoffnung stirbt zuletzt„.

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