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Traum und Wirklichkeit: Hocheck nach dem Eisbruch-Desaster

Traumhaft schöne frisch verschneite Winterlandschaft, unmittelbar daneben vom Eisbruch der letzten Woche zerstörte Waldareale als traurige Wirklichkeit……….. so präsentierte sich heute das Hocheck.

Die Eindrücke hinterließen in mir ein Wechselbad der Gefühle.

Die Foto`s sprechen für sich!

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Der Winter lässt weiter auf sich warten

Der Schnee, der in höheren Lagen über das Wochenende gefallen ist (Beitragsbild/Hocheck von gestern 08.12.2014), wird dank eingeflossener kühler Luftmasse und Zwischenhoch heute und morgen konserviert, danach stehen allerdings sämtliche Zeichen wieder auf Milderung mit nur geringen Niederschlagssignalen.
Laufende Sturmtiefentwicklungen über dem Nordatlantik und ein erstarktes Azorenhoch beleben die Westdrift und bringen einen wechselhaften Wettercharakter mit milden Vorderseiten und nach schwachen Frontdurchgängen kühleren  Rückseiten.  Eine Schneedecke bis in die Niederungen ist dabei nicht zu erwarten.
Ob sich an dieser Wettersituation vor Weihnachten noch Grundlegendes ändert, ist seriös nicht vorhersagbar; momentan sieht es aber nicht danach aus aber „Die Hoffnung stirbt zuletzt„.

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Flachlandwinter weiterhin nicht in Sicht

Auch wenn die  einzelnen Modellläufe fallweise Hoffnung aufkommen lassen, es wird aber immer unwahrscheinlicher, dass sich in tiefen Lagen in nächster Zeit eine Schneedecke bildet. Der Berglandwinter könnte aber ab dem Wochenende langsam in die Gänge kommen, wobei die Betonung auf „langsam“ liegt.

Folgende Erkenntnisse veranlassen mich zu obiger Einschätzung:

– Wiedererstarkung des Polarwirbels; sowohl in der Stratosphäre als auch in der Troposphäre.
– zunehmende Dynamik am Atlantik zonalisiert immer wieder das Azorenhoch bzw. drängt es nach Süden zurück.
– das Kräftemessen der Frontalzone und des Kontinentlhochs – und damit die Erhaltungsneigung   des Zirkulationsmusters – geht in die nächste Runde und könnte wieder unentschieden ausgehen.

An den Ensembles (Beitragsbild) ist gut abzulesen, dass

– die Temperatur vor allem in der Höhe bis Mitte kommender Woche zwar stark zurückgeht,
– morgen mit einer Kaltfront sogar Schneeschauer bie in tiefe Lagen zu erwarten sind,
– ein winterlicher   Wetterabschnitt  jedoch nicht zu erwarten ist.

Im Gegenteil:  die zweite Dezemberdekade dürfte nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle recht wechselhaft und zu mild ausfallen, mit einer Abfolge von milden Vorderseiten- und kühlen Rückseitenlagen.

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Dokumentation der Waldschäden durch Eis und Raueis am Hocheck

Tauwetter hat die Wälder bis knapp 900m vom Eis befreit. Nur im Gipfelbereich gibt es noch eine bizarre Eislandschaft (siehe Beitragsbild).
Damit ist  die Gefährdung durch Eisbruch – ausgenommen im letzten Waldstück im Gipfelbereich – nicht mehr gegeben, eine Begehung  aufgrund umgestürzter Bäume und gebrochener Äste ist aber nur schwer möglich.

Die nachfolgenden Bilder von heute, 4.12. dokumentieren das Schadensausmaß.
Bilder vom 5.12. und 8.12. habe ich am Ende hinzugefügt.

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Winterlich kalt und doch kein Winter

So könnte man den derzeitigen Wettercharakter im Osten charakterisieren.

Die Ursache für diese Inversionslage liegt darin, dass zwischen dem kontinentalen Hochdruckgebiet und einem Mittelmeertief in den unteren Schichten kühle Luftmassen aus Osten advehiert werden, während in höheren Schichten weiterhin milde Luft aus Süden an die Alpen strömt.

Das Ergebnis war/ist in den letzten Tagen  ein extrem ausgeprägtes Wetterphänomen:  Raueis und Eisbelag durch gefrierenden Regen oberhalb 600m (Foto´s sind von heute):

apokalypse-2-2 ——————–apokalypse-3-2

 

Während hier im Tal davon nichts zu merken ist, trifft man in höheren Lagen auf apokalyptische Verhältnisse:

apokalypse-5-2 ——————-apokalypse-6-2

 

apokalypse-7-2 ——————-apokalypse-9-2

 

Wie lange bleibt uns dieses Wetterphänomen noch erhalten?

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Große Schäden durch gefrierenden Regen am Hocheck

Das Wetterphänomen Raueis hat den Wäldern des Hocheck in den letzten Tagen nicht nur ein bizarr winterliches Kleid verpasst, sondern durch die schwere Eislast auch für Bruchschäden an vielen Bäumen gesorgt (siehe auch Blogbeiträge von 29.11./30.11.2014).

Der heutige gefrierende Regen hat das Schadensausmaß durch umgestürzte Bäume und gebrochene Äste im Wald massiv erhöht. Kaum ein Baum oberhalb 800m, der nicht Äste verloren hat.

Aktuell sind Forststraßen und Wege nicht passierbar, die Begehung ist  höchst gefährlich.

Mit einer defensiv angelegten Wegwahl habe ich heute einen Teil der Schäden und die „eisigen“ Verhältnisse auf meinem Hausberg dokumentiert.

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Schnee oder Regen zum Meterologischen Winterbeginn?

Ein aktuelles Nowcasting:

Das Niederschlagsfeld hat von Süden das  Industrieviertel erreicht  und verlagert sich weiter nach Norden.

In den Niederungen – also auch im Wiener Raum – wird die Niederschlagsform untertags „flüssig“ sein, bestenfalls werden sich ein paar Eiskörner dazumischen.
Der Grund liegt in der „Warmluftblase“ mit positiven Temperaturen zwischen etwa 1200m und 3000m.

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Baumbruch durch extreme Eis- und Raueisbildung am Hocheck

Nach wie vor lastet dichter Nebel auf den  Wäldern des Hocheck bei einer Temperatur knapp unter dem Gefrierpunkt. Dazu kam heute vormittag noch kräftiges Nieseln, das für die Bildung glasklarer Eisskulpturen an der Vegetation sorgte.
Im Gipfelbereich ähnlich wie gestern extrem dicker Raueisbelag  und darauf das frische Eis mit schwerwiegenden Folgen im Wald: eine Unzahl gebrochener Äste und umgestürzte Bäume.

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