Frontalzone verhindert Extremhitze, nachhaltiger Wettersturz Mitte kommender Woche

Meine letzte Eischätzung zur Hitzewelle mit bis zu 40° C Anfang kommender Woche im äußersten O durch massive Warmluftzufuhr an der Vorderseite eines Troges über WE wird sich Gott sei Dank nicht bewahrheiten.
Das heiße Sommerwetter mit gleichbleibendem Temperaturniveau dauert zwar über das Wochenende hinaus an, wird aber voraussichtlich Mitte kommender Woche von einem Wettersturz beendet.

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Extreme Hitzewelle mit rekordverdächtigen Höchsttemperaturen

Erfrischung im Freien bietet nur mehr das Wasser oder der frühe Morgen. Auch auf den Bergen hält ungewöhnliche körperfeindliche Wärme Einzug.

Bereits gestern gab es  an manchen Wetterstationen im NO  Österreichs Höchsttemperaturen von  35° C .
An meiner Messstation in Thenneberg habe ich gestern Nachmittag 31,1 ° C gemessen, die bisher höchste Temperatur in 2017.

Das war aber erst der Anfang einer längerer und sich möglicherweise noch intensivierenden Hitzewelle. Die Tmax werden in den Niederungen bis zumindest Mitte kommender Woche über 30° C liegen, lokal sind im östlichem Flachland knapp 40° C nicht auszuschließen. Tropennächte mit einer nächtlichen Tiefstemperatur über 20° C werden sich dazugesellen.
Ein zusätzliches Problem stellt die herrschende Trockenheit dar, die in der zweiten Wochenhälfte noch durch auflebende westliche Winde im Donauraum und im O verstärkt wird.
Hitzegewitter bleiben weitgehend auf das Bergland beschränkt. Flächendeckender Regen ist nicht in Sicht.

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In eigener Sache (für Harald & Andrea)

Die Hitze wird auch am kommenden Sonntag der limitierende Faktor für alle Freiluftaktivitäten sein. Im Oberen Triestingtal erwarte ich viel Sonne, knapp über 30° C ; das Gewitterisiko schätze ich derzeit für sehr gering ein. 
Bei der Programmzusammenstellung habe ich dies berücksichtigt und deshalb

– vor der Mittagshitze nur eine kurze Wanderung auf die Araburg mit großem Anteil von schattigen Wäldern und
– für den Nachmittag mit der Besichtigung der Wallfahrtskirche Klein Mariazell ein „angenehm kühles“ Kulturprogramm

vorgesehen.

Dazwischen und danach ist ausreichend Zeit zum Erholen und für Kulinarisches im Garten.

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Wochenprognose: Tadelloses Sommerwetter mit kleinem Schönheitsfehler

Das Futter für das Vieh ist überall eingebracht (Beitragsbild), jetzt wäre Regen notwendig, um das Ausdörren der  Wiesen zu verhindern.
Flächendeckende Niederschläge sind derzeit allerdings nicht in Sicht.
An der Rückseite des  abgezogenen Höhentroges wird heute So mit nördlichem Wind noch recht frische Luft zu den Ostalpen gesteuert. Aus W dehnt sich ein Hochdruckgebiet aus und sorgt im W und S von Tagesbeginn an für sonniges Wetter.  Da die Luftmasse stabil geschichtet ist und zunehmend trockener wird, werden auch in den Nordstaulagen und im O die Restwolken bald der Sonne Platz machen. Auch der lebhafte nördliche Wind am Alpenostrand wird im Tagesverlauf schwächer.

Mo/Di dominiert Hochdruckeinfluss mit z.T. hochsommerlichen Tageshöchstwerten (>30° C). Mit einzelnen Wärmegewittern im Bergland ist am Di ab den späten Nachmittag zu rechnen.

Am Mi wird die Luftmasse durch eine „Delle“ (schwacher Höhentrog) im Hochdruckgebiet labilisiert. Es wird recht schwül, neben sonnigen Abschnitten muss daher überall mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

Ab Do kehrt das Sommerhoch mit reichlich Hitze und einzelnen Gewittern zurück und verteidigt bis zum Wochenende seine  Position über ME.

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Weiterhin instabiles Sommerwetter

Weder ein Wetterabschnitt mit mehrtägiger „Schafskälte“, noch ein stabiles Hoch mit sommerlichen Schönwetter zeichnet sich im Mittelfristzeitraum an.

Das Auf und Ab mit einem Wechsel von Warmluftzufuhr gefolgt von einem kurzen Kaltlufteinschub setzt sich fort.

Die Ursache liegt im konkurrierenden Zusammenspiel der nördlichen Frontalzone, die aktuell in Wellenform von Neufundland über den Nordatlantik, Südskandinavien bis Russland verläuft und dem südlich davon dominanten Azorenhoch.
Die vom Atlantik entlang der Frontalzone herangeführten Tiefdruckgebiete steuern an ihrer Vorderseite z.T. sehr warme subtropische Luft nach ME. Dies erfolgt in der Regel anfangs unterstützt durch einen Keil des Azorenhochs antizyklonal geprägt (sommerliches Schönwetter). Mit weiterer Ostverlagerung des Tiefs wird es bei anhaltender Warmluftzufuhr zunehmend zyklonal (Gewitterlage).
An der Rückseite des Tiefs gelangt dann eine mehr oder weniger wirksame Kaltfront mit einem Schub kalter Meeresluft bis ME.
Eine nachhaltige kältere Periode ist aber derzeit nicht in Sicht, da sich das mächtige Azorenhoch mit einem Keil an der Vorderseite des nächsten Atlantiktiefs rasch nach ME ausdehnt, wodurch die eingeflossene Kaltluft unter vorübergehenden Hochdruckeinfluss gelangt und das „Spiel“ von vorne beginnt.

 

Einen Ausweg aus dieser wechselhaften GWL sehe ich in den Modellrechnungen derzeit nicht.
Das Zünglein an der Waage bleibt das Position und Achslage des Azorenhochs.
Wölbt es sich über den Nordatlantik mehr nach N auf, wird es in ME mit nördlicher Strömung kalt und unbeständig (zyklonale NW-Lage). Kann es sich mit einem Keil in Richtung Kontinent ausbreiten bleibt es sommerlich warm mit Sonne und Gewittern(Hoch ME oder zyklonale/antizyklonale SW-Lage).

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Wochenprognose: Sommerwetter vs. Schafskälte ?

  1. Bis über Fronleichnam bleibt das Sommerwetter im Ostalpenraum bestehen.
    Gewitter werden am Mo verbreiteter, an den Folgetagen vor allem im W, S und über dem Bergland auftreten. 
    Fürs kommende Wochenende lässt sich noch keine belastbare Prognose abgeben, da die Modelle unterschiedliche Positionen und Ausdehnungen des Azorenhochs berechnen.
    Während das europäische Modell EZ das Sommerwetter prolongiert, tendiert das amerikanische Modell GFS   zu einer Variante mit N-Strömung, was der Wettersingularität „Schafskälte“ entsprechen würde.

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von Franz Zeiler