Der Oktober war, der November startet mild. Ungünstige Ausgangssituation für einen kalten Winter 2017/2018.

Trotz Sturmtief HERWART, das in den Wäldern des Hocheck seine Spuren hinterließ………………….

 

29.10.2017.sturm.18-2

 

……………………und der gestern eingeflossenen Polarluft, in der es vorübergehend bis ins Obere Triestingtal graupelte (Beitragsbild), lag die Mitteltemperatur des Oktobers  ca. 1,5 K ° über dem langjährigen Mittel (Oktoberrückblick der ZAMG).

 

Am Hocheck zeigte sich sogar ein Hauch von Winter:

31.10.2017.1-2

31.10.2017.2-2

31.10.2017.3-2

 

Klimaspiegel der ZAMG am Beispiel von Wien:

31.10.2017.klispi-wien

 

 

Desweiteren brachte der Oktober vor allem in den ersten beiden Dekaden überdurchschnittlichen Sonnenschein und einen außergewöhnlich farbenprächtigen Herbstausklang mit frühem Laubfall (bezogen auf das Obere Triestingtal):

15.10.2017.3-2

 

20.10.2017.araburg.21-2

 

Ich bin kein Freund von Bauernregeln, stelle deren Berechtigung und Richtigkeit für die Zeit, in der sie entstanden, aber keineswegs in Frage. Sie entstanden aus jahrelangen Wetterbeobachtungen und lieferten der Bevölkerung einen Trend für das zu erwartende Wetter. Die Regeln wurden über Generationen und damit oft Jahrhunderte bis in die heutige Zeit überliefert. Allerdings ist die Übertragbarkeit auf das aktuelle Klimazeitalter nur mehr selten möglich oder mit Vorsicht zu genießen. Eine Ausnahmen sind die nach wie vor mit hoher Wahrscheinlichkeit gültigen Regeln für den Siebenschläferzeitraum und zum Weihnachtstauwetter.

Auch wenn es nur eine „Spielerei“ ist, habe ich versucht passende Oktoberregeln mit Aussage auf den nachfolgenden Winter zu finden.
Zwei solcher Regeln, die mir gefallen würden und die den für den Oktober im Oberen Triestingtal zutreffen 🙂 🙂 🙂

-Fällt im Oktober das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell‘

-Ist der Oktober lind und fein, folgt ein strenger Winter drein

 

Nun wieder zurück zu den Tatsachen des momentanen Wetters und den Trend für den beginnenden November.

Es wird milder!  Zu meiner  letzte Analyse gibt es keine grundlegend neuen Erkenntnisse zum Wochenverlauf. Der S und W bleiben auf der freundlichen sonnigen Seite, abgesehen von hohen Wolkenfeldern. Im NO setzt sich der Hochdruckeinfluss gegen die NW-Strömung nur langsam durch. 

Darüberhinaus  ist zumindest in der erste Novemberdekade von einem möglichen Wintereinbruch weit und breit nichts zu sehen
Die experimentellen Langfristmodelle von NOAA und NASA, aber auch die ZAMG, gehen heuer von einem z.T. viel zu milden Winter aus.  Ich entziehe mich derzeit noch einer Wintereinschätzung, da z.B. das Phänomen „WACCy“ mit seinerWirkung auf die planetarischen Wellen für mich noch viele Unsicherheiten aufweist.  

Eine  persönliche Analyse  von Einflussgrößen für unseren Winter 2017/2018 (z.B. LaNina, QBO, Sonnenaktivität, WACCy etc.) mit einer Trendeinschätzung werde ich Ende November in den Langfristprognosen einstellen.

Die in den letzten Tagen von den Modellen berechnete großräumige Strömungslage lässt einen klaren Trend zu Vorderseitenlagen im Alpenraum erkennen.

 

Die exemplarisch die Simulation der Druckkonstellation der NH (nördliche Hemisphäre) vom aktuellen GFS-Lauf zeigt eine Dipolstruktur mit zwei Tiefdruckkomplexen über dem sibirischen Kontinent und Nordamerika/Nordatlantik: 

31.10.2017.gfsnh-0-180

 

Diese markieren im Wesentlichen auch die Verteilung der polaren Kaltluftmassen, von denen Europa weit entfernt ist:

31.10.2017.gfsnh-1-180

 

Das Azorenhoch ist weit nach W zurückgedrängt. An seiner Ostflanke kommt es mit dem Vorstoß polarer Kaltluftmassen des nordamerikanischen Kaltluftkörpers bis in die Nähe der Azoren zu einer Austrogung, die wiederum an der Vorderseite recht milde Luft bis Nordskandinavien steuert.  
Über ME und dem  Alpenraum wird eine eher gradientenschwache Wetterlage mit hohem LD im N und tiefem LD über dem Mittelmeerraum berechnet. Auch wenn bodennah die Temperaturen aufgrund von Inversionsanfälligkeit der Jahreszeit entsprechen dürften, so ist bei diesem Zirkulationsmuster auf den Bergen von deutlich zu milden und damit winterfeindlichen Verhältnissen auszugehen.

Ob sich aus diesem Muster eine Erhaltungsneigung entwickelt, bleibt abzuwarten.

Aktualisierung folgt!

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