Kälte bleibt bis zum Wochenende, danach etwas milder

Mit der NW-lichen Höhenströmung wird weiterhin Kaltluft polaren Ursprungs an die Ostalpen geführt. Eine darin eingebettete Störung bringt von heute Mi auf morgen Do mäßige Schneefälle an die Alpennordseite. Etwas Neuschnee ist auch im Osten möglich, trocken bleibt es im Süden.

Luftdruckanstieg brint morgen Do langsame Besserung von Westen und ein Zwischenhoch am Fr. In den Strahlungsnächten sind in geschützten Lagen mit Schneedecke wieder Temperaturen um oder unter -20° C  zu erwarten.

Im Laufe des Sa erreicht eine Warmfront  die Ostalpen und bringt zum Wochenende neben Temperaturanstieg verbreitet Niederschläge. Dabei könnte der Schnee in den Niederungen in Regen übergehen und auf den tiefgefrorenen Böden zu  Glatteis führen.

Zum Beginn der kommenden Woche setzt sich Hochdruckeinfluss von Westen durch.  Eine Inversionslage kündigt sich an.

 

Synoptische Analyse:

Zwischen einem Hochdruckgebiet über Frankreich/GB und einem Tief über dem Baltikum hält der Zustrom polarer  Luftmassen zu den Ostalpen an. Die zyklonale Krümmung der Isobaren über D markiert die schwache Störung, die in der kommenden Nacht quert:

20.01.2016.gfs-0-18

 

Am Fr unter Zwischenhocheinfluss strenger Morgenfrost und tagsüber sonnig;

20.01.2016.gfs-0-60

 

Eine Warmfront bestimmt das Wettergeschen am Wochenende mit Schneefällen im Bergland und zunehmend Regen in tiefen Lagen:

20.01.2016.gfs-0-84

 

Am Beginn der kommenden Woche wölbt sich an der Vorderseite eines Atlantiktroges ein Keil des Subtropenhochs über Westeuropa bis Skandinavien auf. Sein Einfluss und damit  Hochdruckdominanz wird sich auch bei uns durchsetzen. Ein trockener, etwas milderer und  inversionsgeprägter Witterungsabschnitt mit einem West-Ost Temperaturgefälle kündigt sich an:

20.01.2016.gfs-0-132

 

Wenn es nach den letzten Simulationen des amerikanischen GFS geht, hat diese GWL länger Bestand:

20.01.2016.gfsnh-0-204

 

Zum Überblick im folgenden Diagramm die Ensemblerechnung der letzten 4 GFS-Modellrechnungen für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“. Die oberen Linien stellen die Temperaturen in ca. 1500m dar, die mittlere in ca. 5500m, ganz unten die Niederschlagssignale. Die dicken roten Lienien sind jeweils die Mittelwerte über alle Rechnungen:

20.01.2016.ens

 

Zum Abschluss meines heutigen Beitrags öchte ich noch eien Blick in die nächst höhere Etage der Atmosphäre werfen. In der Stratosphäre in ca. 30km Höhe kündigt sich für Anfang Februar ein Major Warming an. Wie schon mehrmals erörtert, könnte sich aus diesem Szenario ein nachhaltiger Polarwirbelsplitt mit Meridionalisierung de Zirkulation in  der Troposphäre entwickeln. Die Folge wären polare Katluftausbrüche weit nach Süden. Noch ist es Spekulation, aber sollte es so kommen, so könnte der Februar als drittes Wintermonat noch   einen tiefwinterlichen Abschnitt bringen:

20.01.2016.gfsnh-10-336

Ich werde weiterhin diese Entwicklung beobachten und in meinen Analysen bei neuen Erkentnissen behandeln.

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