Das milde Frühlingswetter geht ab morgen in die nächste Runde

Die Gewitterfront ist planmäßig in der vergangenen Nacht entlang der Alpennordseite von West nach ist durchgezogen und brachte knapp 14mm Regen an meiner Messstation.  Die Vegetation freut´s. Abgesehen von den Staulagen der Alpennordseite haben die Niederschläge aufgehört. An der Rückseite der Front wird heute Do mit NW-Wind ein Schwall kühler Meeresluft an die Alpen gesteuert. Es wird apriltypisch wechselhaft mit Wolken, Regenschauern und Sonne zwischendurch. Nordföhn bewirkt einen freundlicheren Wettercharakter im Süden.
Ein Zwischenhoch und Rückdrehen der Strömung auf SW bringt morgen Fr wieder Temperaturanstieg und einiges an Sonne. Die Schauerneigung am Nachmittag, vor allem im Bergland und nach Westen zu, bleibt aber erhalten.
Ähnlich verläuft der Sa  mit Föhntendenz an der Vorderseite des Atlantiktroges.
Die Unsicherheiten am So dürften sich nun langsam lichten. Ein noch freundlicher und milder Start in den Tag wird im Tagesverlauf von einer Kaltfront aus NW abgelöst, wobei die Wetterverschlechterung mit Schauern, Gewittern und markanter Abkühlung ähnlich wie gestern von West nach Ost fortschreitet.
Hinter der  Front erfolgt  LD-Anstieg und der Aufbau eines Zwischenhochs.
Die kommende Woche startet sehr kühl, wobei sich am Mo  im N und O rasch Wetterbesserung durchsetzt, während im S die Reste der abziehenden Front noch eine niederschlagsanfällige Witterung verursachen.
Prächtiges und wieder milderes Schönwetter kündigt sich für  Di  an, gefolgt von einer zumindest vorübergehenden Rückkehr zu einer recht milden Vorderseitenlage.
Der Umbau der GWL zu einem kühleren Wetterabschnitt im Verlauf der dritten Aprildekade, wie in meiner letzten Analyse angedeutet, wird nach den aktuellen Modellrechnungen weiterhin vorbereitet, und zwar weit draußen am Atlantik.
Details dazu weiter unten.

 

Mein  heutiger kurzer synoptischer Überblick  beginnt mit Temperaturkarte  in ca. 1500m  und Niederschlagskarte von der Kaltfront am kommenden So (15:00 UTC/Coordinated-Universal-Time  entspricht 17 MESZ/Mitteleuropäischer-Sommerzeit):

14.04.2016.Rmgfs872

14.04.2016.Rmgfs873

 

Zwischenhoch über ME am Anfang kommender Woche mit beginnender Warmluftzufur an der Vorderseite des atlantischen Tiefdruckgebietes im Bereich der Azoren:

14.04.2016.gfs-0-108

 

Der in der Prognose angedeutete Umbau der GWL wird nach meiner Einschätzung durch eine beginnende Aufwölbung des Azorenhochs am Atlantik eingeleitet. Der bis zu den Kanaren reichende Atlantiktrog gerät dadurch von Westen in Bedrängnis…………..

14.04.2016.gfsnh-0-132

 

………………..und verlagert sich bis Mitte kommender Woche nach Westeuropa. ME bleibt nach den aktuellen Modellrechnungen noch an der warmen und antizyklonal geprägten Vorderseite:

14.04.2016.gfsnh-0-156

 

Im weiteren Verlauf  – damit begebe ich mich natürlich in den unsicheren und damit spekulativen Bereich – dürfte sich über dem Atlantik der blockierender Rücken verstärken und der Trog ME in der zweiten Mitte kommenden Wochenhälfte mit kaltem und feuchtem Aprilwetter erfassen.
Jedenfalls wird dieser Trend in der gemittelten Druckstruktur der Ensembles des amerikanischen GFS0z simuliert. Die nächste Karte zeigt dies sehr eindruckvoll mit  einer Trog-/Rückenabfolge von Nordamerika bis Osteuropa:

14.04.2016.gensnh-21-1-204

Da sich Langwellen mit großer Amplitude nur langsam verlagern, müsste bei dieser Entwicklung, so sie so kommt, auch mit einer Nachhaltigkeit gerechnet werden.

 

Die Enseblerechnungen des aktuellen GFS-Laufes für den Gitterpunkt Oberes Triestingtal zeigen das Auf und Ab bei den Temperaturen aber auch die zunehmenden Unsicherheiten im Verlauf des kommenden Wochenbeginns. Der Trend, repräsentiert durch die rote Linie, lässt sich jedoch erkennen:

14.04.2016.ens

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