Maskierte Kaltfront beendet Föhnlage am Wochenende

Die Ausführungen in meiner letzten Wochenprognose sind im Großen und Ganzen nach 4 Tagen noch immer gültig.

Der extrem warme Wetterabschnitt auf den Bergen und in Föhntälern der Alpennordseite, der dem Zustrom subtropischer Luftmassen aus dem Bereich der nördlichen Sahara  inkl. Saharastaub zu verdanken ist, dauert noch bis Fr an. Relativ kühl bleibt es dagegen in der von der föhnigen Südströmung durch eine Inversion entkoppelten Grundschicht vieler Täler und im östlichen Flachland. Südstau verursaht  zeitweiligen NS mit hoher Schneefallgrenze (nahe 2000m) südlich der Alpen.
An meiner Messstelle in Thenneberg hatte es gestern am frühen Vormittag z.B. -2 °C, auf der Araburg dagegen traf ich auf ein mildes Lüftchen von 15 °C (!) aus S.
Auch aktuell um 07:30 lastet ein flacher Kaltluftsee mit frostiger Temperatur über dem Oberen Triestingtal (Beitragsbild). Das Morgenrot ist ein untrügliches Zeichen für die Warmluft in den höheren Luftschichten.

 

Ein paar unwinterliche Smartphone-Fotos der Inversionslage von Anfang der Woche vom Hocheck und der Araburg:

 

 

Bis Fr bleibt dieses geteilte Wetter erhalten ……………

 

………… und wird am Sa von einer maskierten Kaltfront beendet. Mit dieser kühlt es auf den Bergen um bis zu 15 K ab. Dort wo Kaltluftseen und  Nebel vorherrschend waren, wird durchgreifender W-Wind die Luftmasse durchmischen und die Temperatur merklich ansteigen lassen. , Die Schneefallgrenze sinkt auf gegen 1000m. 

Die Kaltfront an der durch die Windfahnen gekennzeichneten Konvergenzzone in 3000m zu erkennen. Vor der Front dominiert die warme Südströmung, dahinter folgt mit westl. Wind deutlich kühlere Luft:

 

Eine unbeständige und weiterhin für die Jahreszeit zu milde Westwetterlage  wird über die Weihnachtstage wetterbestimmend. Der Wettercharakter ist gekennzeichnet von einem Wechsel zwischen Kaltfronten mit mäßig kalter Maritimluft und schneetaugliche Temperaturen nur in höhere Lagen  und Mildlufteinschüben aus SW.

Exemplarisch die Geopotential-/Druckstruktur vom 24.12. und 26.12 aus dem aktuellen Modelllauf von GFS: 

 

Der weitere Wettertrend bis zum Jahreswechsel ist natürlich aufgrund der zeitlichen Ferne noch höchst unsicher. In den Modellrechnungen zeigen sich aber immer öfter Varianten mit einer Aufwölbung des Azorenhochs und dem Zustrom kalter Luftmassen aus N/NO in Richtung ME. Dies wäre zumindest ein Schritt in Richtung winterlicher Temperaturen, ist aber aus heutiger Sicht noch sehr spekulativ. Ob dann auch genug Feuchtigkeit für eine Schneedecke dabei ist, werde ich in den kommenden Tagen  weiter verfolgen.

Ein Gedanke zu „Maskierte Kaltfront beendet Föhnlage am Wochenende“

  1. Danke für diese tollen Analysen… Für mich Mittwoch und Samstag ein Fixpunkt!! Frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Grüße David

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