Zu Inversion neigende Hochdruckdominanz bleibt erhalten

Der weiterhin unwinterliche Witterungsausblick am Ende meiner letzten Wochenprognose bestätigt sich auch in den Modellläufen der letzten Tage. Der antizyklonal geprägte Wettercharakte mit WSW/SW-licher Grundströmung (GWL SWa) setzt sich bis über die Mitte des Monats fort. Überdurchschnittlich milde Luft  dominiert  in höheren Lagen,  inversionsbedingte Kaltluftseen bleiben in windgeschützten Tal- und Beckenlagen vorherrschend. Schwache Frontausläufer der leicht mäandrierenden und über das nördlich ME verlaufende Frontalzone queren dabei die Alpen zeitweise mit Wolken und  vorübergehend zurückgehenden Temperaturen auf den Bergen.  Nennenswerter NS ist bis Mitte des Monats nicht zu erwarten.

 

Exemplarisch die Ensemblerechnungen der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“:

 

Chancen auf „richtiges“ Winterwetter mit Schnee und Frost bis ins Flachland sind bis über die Monatshälfte hinaus nicht erkennbar. Jenseits de Mittelfristbereichs, in der zweiten Jännerhälfte, weisen die  Ensemblerechnungen naturgemäß aufgrund der zeitlichen Ferne eine große Bandbreite auf. Die gemittelte Temperaturkurve zeigt eine langsam sinkende Tendenz in Richtung jahreszeitlich normaler Werte.

Von Oben aus der Stratosphäre zeichnet sich in nächster Zeit keine Schwächung des gut ausgeprägten troposphärischen PW ab.

Die Temperatur in 10hPa am Beginn der zweiten Jännerhälfte zeigt den kalten und zentrierten PW:

 

Auch die derzeitigen und prognostizierten Berechnungen der Zonalwinde in der Stratosphäre am 65-igsten Breitengrad sind überdurchschnittlich stark aus W und sollen erst gegen Ende des Monats durchschnittliche Werte erreichen:

Quelle: albany.edu

 

Ein „downwelling“ mit massiver Störung des troposphärischen PW, ausgelöst durch ein stratosphärisches Warming, ist aktuell nicht erkennbar.

Für meine Winterprognose tickt die Uhr  😉

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