Die „Eiszeit“ beginnt morgen, ……………

………………. ihre Dauer ist noch ungewiss!

Der Atlantik kämpft um sein Revier und dürfte im Verlauf der kommenden Woche die hochwinterliche Kältewelle, die mit dem morgigen Eintreffen der sibirischen Frostluft beginnt, von W her wieder abmildern. Für Details sind Modellrechnungen noch zu sprunghaft. Bis zur nächsten Wochenprognose sollten sich die Prognoseunsicherheiten aber lichten. 

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Saharastaub und bizarre Eislandschaft

Der erste Gedanken bei vielen wird beim Lesen der Überschrift sein: Was hat Sahastaub mit Eis zu tun?

Wettertechnisch liegt beides heute sehr nah beisammen. Am Hocheck erlebe ich am Vormittag auf engsten Raum beide Wetterphänomene  🙂

Die Ausgangslage ist eine markante Inversion knapp unterhalb 1000m. 

Darüber ist es bei südl. Wind ausgeprochen mild bei gefühlten 10 °C, hoher Bewölkung und signifikanter Lufttrübung durch advehierten Saharastaub.

Unterhalb der Inversionsgrenze in der extrem feuchten und nebeligen Grundschicht sickert aus NO bereits die angekündigte Kaltluft aus NO ein. Zwischen 850m und 950m liegt dabei die Temperatur knapp unter dem Gefriepunkt, sodass die Nebeltröpfchen an Hindernissen gefrieren und Kunstwerke aus klarem Eis ausbilden.

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Skandinavienhoch lenkt kältest mögliche sibirische Luftmassen aus NO zu den Alpen

Nachdem ich mich in meiner gestrigen Wochenprognose in erster Linie auf

– die Föhnlage mit Advektion von Saharastaub,
– die quasistationären LMG (Luftmassengrenze) entlang unserer Nordgrenze und
– aus zeitlichen Gründen nur kurz auf den winterlich kalten Wochenendtrend

eingegangen bin, habe ich heute die Simulationen der Morgenmodellläufe für die erweiterte Mittelfrist genauer analysiert und große Übereinstimmung festgestellt. Damit steigt natürlich die Treffsicherheit für die im Nachfolgenden skizzierte Wetterentwicklung bis in die dritte Februardekade. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass  sich arktische Kaltluft  seinen Weg aus NO bis zu den Alpen bahnt und  zu einem sehr kalter Februarverlauf überleitet. Es stellt sich nur die Frage, ob es „nur“ winterlich kalt oder extrem kalt wird? Potential zu zweiterem hat jedenfalls die NO-Hälfte Österreichs.

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Wochenprognose: unbeständig und kühler mit LMG im NO

Heutes Sa steuert eine markante Südströmung an der Vorderseite eines Troges über WE Warmluft mit Ursprung in der Sahara bis in den Mittelmeerraum. Zunehmend starker Föhn, hohe Wolken und lufttrübender Saharastaub auf den Bergen und Nebel/Stratus in den Niederungen außerhalb der Föhntäler sind die markanten Wettererscheinungen in den Ostalpen.
Gleichzeitig nähert sich von NO die seit Tagen fast stationäre LMG (Beitragsbild) der Nordgrenze mit bodennaher Kaltluft, sodass im Mühl- und Waldviertel die Temperatur im Gefrierpunktbereich bleibt.

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Eindrücke vom sturmgebeutelten Peilstein

Mit stürmischen Westwind fegte heute milde Atlantikluft durch das Obere Triestingtal. Die letzten Schneereste fielen diesem frühlingshaften Wetter zum Opfer. Windzerrissene Cumuluswolken schoben sich zeitweise vor die Sonne. Ausgezeichnete Fernsicht zum Schneeberg, in die Gutensteiner Alpen und ins Obere Triestingtal hatte ich vom Peilstein. Lediglich das Stehen machte am  ausgesetzten Felsrand Probleme  😉

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Eine scharfe Luftmassengrenze (LMG) bleibt auf Distanz

Der Ausgang des Kampfes der  unterschiedlichen Luftmassen  über ME – arktische Kaltluft im N, milde atlantische Subtropikluft im S -ist  zumindest bis zum Wochenende entschieden.
Der Alpenraum bleibt auf der milden Seite!
Ab Beginn der nächsten Woche wird sich nach den aktuellen Modellläufen eine südliche Westlage einstellen (GWL Ws) mit der Fronten über den Alpenraum gesteuert werden. An deren Rückseite kann kurzzeitig die Kaltluft im N angezapft werden und in gemäßigter Form die Alpen erreichen. Eine nachhaltige Flutung der Alpen mit den kalten Luftmassen ist aber aus heutiger Sicht im Mittelfristzeitraum nicht zu erwarten. Der Wettercharakter bleibt insgesamt zu mild und wechselhaft.

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Ein Déjà-vu am Schneeberg

Die extrem milde und niederschlagsreiche Atlantikfront vor dem Wochenende hat der Schneedecke stark zugesetzt. Unterhalb von 1000m liegen z.b am Hocheck nur max. 5 cm Pulverschnee, die mit der Kaltfront am Sa auf die größtenteils wieder apere Böden gefallen sind.  Schitouren in den Gutensteiner Alpen sind derzeit kaum möglich.
Auch am Schneeberg gab es bis 1600m Regeneintrag in die Schneedecke. Mittlerweile ist sie durch die eingeflossene Kaltluft wieder gut verfestigt und mit einer dünnen Neuschneeauflage versehen. Oberhalb von 1600m ist die Schneemächtigkeit seit meinem letzten „Besuch“ am vergangenen Mo trotz Windeinfluss  stark angewachsen.
Nicht wissend, welche Verhältnisse mich erwarten, ist der Schneeberg mein heutiges Schitourenziel und  ich wurde nicht enttäuscht  🙂

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