Wochenprognose: der Mai bleibt launisch

Das Drehbuch für den Monat Mai ist noch nicht fertiggeschrieben, aber eines steht schon fest:
Er bleibt launisch, was in der „Wettersprache“  unbeständig heißt!

Bisher bewegte sich der Mai auf einer Achterbahn, und das dürfte er auch beibehalten. Auf einen frühsommerlichen Start (21,2°C an meiner Messsation in Thenneberg am 1. Mai) folgte eine unterkühlte zyklonale Westlage. Heute beginnt das angekündigte sommerliches Intermezzo, das von Di auf Mi von einer Kaltfront wieder beendet wird. Anschließend bewirken schwachgradientige zyklonal geprägte Druckverhältnisse einen „Barosumpf“ über weiten Teilen von WE/ME, gepaart mit eher kühlen Luftmassen aus NW
Die Eisheiligen stellen für die Vegetation keine Gefahr dar, es kündigt sich eher Wachstumswetter an. 

Das Satellitenbild der NASA von  gestern Nachmittag zeigt sehr eindruckvoll eine mächtige Wolkenspirale westl. von Irland auf dem NA. Sie markiert ein kräftiges Tiefdruckgebiet, das an seiner Vorderseite subtropische Warmluft nach WE und in weiterer Folge auch in den Alpenraum steuert. Nördlich der Alpen gibt es dabei mit Föhnunterstützung verbreitet sommerliche (> 25 °C) Tmax: 

 

Bis Di abends verlagert sich das NA-Tief nach GB und dehnt sich mit einem Trog ins westl. Mittelmeer aus. Gleichzeitig erreicht eine zugehörige Kaltfront die westl. Teile Österreichs:

 

Die Kaltfront  erreicht am Mi vormittags mit auffrischendem Westwind, Abkühlung und etwas Regen auch den O Österreichs.

Die Geopotential-/Druckstruktur für Christi Himmelfahrt zeigt einen umfangreiche flacher Tiefdruckzone, die ganz Europa bedeckt und mehreren Tiefdruckkerne aufweist:

 

Der Feiertag wird jene erfreuen, die auf Regen hoffen. 

Mairegen auf Saaten, ist wie Duklaten!

Bei nachlassendem Regen bleibt auch der Fr bewölkt und relativ kühl.

Zum nächste Wochenende dürfte sich bei tendenziell anhaltender flacher Druckverteilung der antizyklonale Einfluss verstärken. Aus dem riesigen Tiefdruckkomplex tropft ein Tief ins westl. Mittelmeer aus und bewirkt an seiner Vorderseite einen Geopotentialanstieg. Da sich gleichzeitig an der Vorderseite eines NA-Tiefs ein Azorenkeil bis zur Nordsee ausdehnt, ergeben sich günstige Bedingungen für eine Hochdruckbrücke über den Ostalpenraum zum SO-europäischen Hoch.

Exemplarisch die simulierte Geopotential-/Druckstruktur aus dem aktuellen GFS-Modelllauf für nächsten Sa:

 

Die Folge dieser Entwicklung wären ein 
Anstieg der Temperaturen auf jahreszeitlich typisches Niveau,
– ein wechselhafter Wettercharakter mit deutlich mehr Sonnenanteilen als an den Tagen zuvor,
Quellwolken im  Tagesgang
– bei geringer Schauerneigung.

 

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