Wochenprognose: Skandinavienhoch festigt die Zufuhr polarer Luftmassen

Im Hochwinter würde die derzeitige Wetterlage für strengen Dauerfrost sorgen. Anfang März wird der Zustrom kontinentaler Kaltluft polaren Ursprungs durch die Kraft der bereits hochstehenden Sonne entschärft. Die Temperaturen der bevorstehende Woche fühlen sich trotzdem winterlich an! Bei teils strengem Nachtfrost und nur niedrigen Tmax, auch bei Sonnenunterstützung, ist Winterkleidung angesagt!

Tendenziell präsentiert sich dabei der Wettercharakter in Österreich zweigeteilt. Neben einem leichten W-O Temperaturgefälle erwarte ich im W viel Sonne, während in der Osthälfte zeitweise schwacher zyklonaler Einfluss vom Balkan für mehr Wolken und auch zeitweilligen unergiebigen Schneefall sorgt. Die Schneeschaufel kann aber im Keller bleiben 😉 

 

Synoptische Analyse mit Detailprognose:

Derzeit liegt der Ostalpenraum an der SO-Flanke einer langgestreckten Hochdruckzone, die sich
von den Azoren  bis Südskandinavien und dem Baltikum erstreckt in einer kalten NO-Strömung, die in den unteren Schichten angefeuchtet ist. Aus den tiefen Wolken können in NÖ, Burgenland und Teilen der Steiermark Schneeflocken fallen. Größere Schneemengen sind nicht zu erwarten, für ein winterliches Flair, wie aktuell im Oberen Triestingtal, reicht es aber:

 

In den kommenden Tagen bleibt das Druck- und Zirkulationsmuster über ME erhalten. Dabei etabliert sich ein autarkes stationäres Hoch über Skandinavien. Im Randbereich dieses Hochs wird weiterhin kalte Kontinentalluft aus NO zu den Ostalpen gesteuert. Die Zweiteilung mit sonnigem W und wolkenreichem O bleibt bestehen.

Exemplarisch die Geopotential-/Druckstrucktur des aktuellem GFS-Modelllaufes für kommenden Di:

 

Im Laufe der zweiten Wochenhälfte (genaues Ablauf noch unsicher) nähert sich ein  mächtiger Langwellentrog vom NA  aus W und stemmt sich gegen den kontinentalen Kaltluftblock.  

 

Die negative Achsneigung, so es so kommt, deutet möglicherweise darauf hin, dass der Hochdruck über ME unterwandert wird und sich eine High-over-Low Lage ausbilden könnte. Das wären keine frühlingshaften Aussichten, da die kühle Ostkomponente in den Ostalpen erhalten bliebe.

In den Vorläufen wurde aber ab dem kommenden Wochenende schon mehrfach eine GWL WW (Großwetterlage WinkeWest) gezeigt. Das würde zwar weder „Fisch noch Fleisch“ bedeuten, aber der Frühling bekäme seine Chance. Für mich ist dies die wahrscheinlichere Entwicklungsvariante.

Update folgt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.