Das Azorenhoch bringt sich in Stellung

Bevor es sich das Azorenhoch in den Ostalpen durchsetzen kann, muss es allerding den Trog über OE, der nun für einen wechselhaften und typisch mitteleuropäischen Wetterabschnitt mit gedämpften sommerlichen Temperaturen verantwortlich ist, nach O abdrängen. Dies erweist sich aber als schwieriges Unterfangen, da der Trog durch Kaltluftzufuhr an der Rückseite des Skandinavien-/Ostseetiefs bis über das Wochenende hinaus laufend regeneriert wird.

 

Exemplarisch die im aktuellen GFS-Modelllauf simulierte Geopotential-/Druckstruktur für kommenden So:

 

Auch wenn noch unsicher, scheint das von GFS seit einigen Läufen simulierte Szenario für die Entwicklung in der kommenden Woche für mich plausibel. Das Azorenhoch soll in Wochenfrist in seiner nördlichen Ausdehnung durch eine Tiefdruckintensivierung über dem europäischen Nordmeer blockiert werden. Dies führt zu einer Zonalisierung der Zirkulation über dem NA, wodurch ein Keil des Azorenhochs über den gesamten Alpenraum ausgreift:

 

Da das mächtige Subtropenhoch, zu dem auch das Azorenhoch gehört, nun eine weit nach N ausgreifende Position einnimmt und die atlantische Frontalzone vom Alpenraum fernhält, stellt sich eine GWL Wa (West antizyklonal) ein. Ansteigende Temperaturen und kaum NS-Signale in den Ensembles der letzten 4 GFS-Modellläufe für den Gitterpunkt „Oberes Triestingtal“ dokumentieren diese Entwicklung. Auffallend dabei ist die Rückkehr zu den ungewöhnlich hohen Temperaturen auf der 500hPa-Fläche, die seit Mai im Alpenraum herrschen und den Gletschern enorm zusetzen:

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