Der gestörte PW verhindert (zumindest vorerst) Winterwetter im Alpenraum

Im Grunde genommen ergeben sich zu meiner letzten Wochenprognose keine neuen  Erkenntnisse. Ein PW-displacement gepaart mit einer Hochdruckzone, die sich vom russischen Kontinent über das Nordmeer bis Grönland ausweitet, und einem Höhentrog, an dessen Vorderseite die Ostalpen im gesamten Mittelfristzeitraum liegen, sind die großskaligen wetterbestimmenden Druckgebilde. Die atlantische Frontalzone ist „außer Betrieb“.

Der Wettercharakter bleibt dabei weitgehend unspektakulär ohne nennenswerte Ereignisse. Viele Wolken bzw. Nebel, Wind vorwiegend aus dem Sektor SO/S mit Föhneffekten an der Alpennordseite, wenig Sonne und kaum NS abgesehen von Raueisablagerungen durch gefrierende Nebeltröpfchen (Beitragsbild). Nennenswerte Schneefälle im Gebirge sind bis auf weiteres nicht zu erwarten

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Wochenprognose: oft bewölkt, kein nennenswerter Niederschlag, sinkende Bodentemperaturen

In meinen letzten Prognose-Analysebeiträgen bin ich regelmäßig auf die Entwicklung des PW der NH (Polarwirbel der nördl. Hemisphäre) eingegangen. Statt sich im Bereich des Nordpols zu platzieren und mit einer Westwetterlage Fronten in den Alpenraum zu steuern positioniert er sich – im Wochenverlauf aufgeteilt in zwei Fragmente – in der Troposphäre über Ostsibirien und Nordkanada (zwischen Beaufort-See und Baffin-Bay). In diesem Bereich etablieren sich auch die Kältereservoire der NH . 
Über dem russischen Kontinent liegt eine ausgedehntes Hochdruckgebiet, das die atlantische Frontalzone  blockiert und sich im Verlauf der kommenden Woche nach W über Skandinavien ausweitet. An der SO/S-Flanke wird trockene kontinentale Kaltluft angezapft und langsam  in Richtung W in Bewegung gesetzt. Ob und wann sie den Alpenraum erreicht, ist noch nicht vorhersagbar.

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Schneematsch in Thenneberg, Raueis am Hocheck, dazwischen winterliche Waldlandschaft

Die NS-Mengen des Mittelmeertiefs fielen zwar nicht sehr üppig aus, mit der einströmenden kälteren Luft aus N reichte es aber für das zweite Schneefallereignis dieses Novembers und einer winterlichen Landschaft in den höheren Lagen des Oberen Triestingtales.

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Update zur Wochenprognose: zwei kleine Änderungen mit großer Wirkung

Ein sehr komplexes Zirkulationsmuster über den Ostalpen von Di bis Do ist eine große Herausforderung für Detailprognosen. Während  das NS-Aufkommen und die Verteilung ähnlich zu meiner Wochenprognose am Sa geblieben sind (Ausnahme ist nur die stärkere Einbeziehung des Alpenostrandes), liegt die SFG in den letzten Modellläufen deutlich tiefer (erste Änderung).
Auch die nachfolgende „winterfeindliche“ Wetterlage muss aufgrund einer in den letzten Modellläufen von GFS und EZ simulierten massiven Störung des PW (Polarwirbel) und dem daraus resultierenden geänderten Zirkulationsmusters angepasst werden.

„Winterfeindlich“  mit der Zufuhr milder Subtropikluft könnte durch das Zusammenspiel eines kontinentalen Kältehochs mit zyklonalem Einfluss vom Mittelmeer zu „winterfreundlich“ mutieren 😉 (zweite Änderung). 

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, das der meteorologische Winter zumindest mit einem „Hauch von Winter“ beginnt. Über Nachhaltigkeit und weitere Tendenz im Dezember hülle ich noch den Mantel des Schweigens 😉

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Welch unerwartete winterliche Überraschung :)

Seit einer Woche zeigen die Modelle für das Wochenende eine Luftmassengrenze, die kontinentale Kaltluft aus NO von milderer Atlantikluft trennt. Ihr Verlauf wurde bis Mitte der Woche deutlich nördlicher entlang der Grenze zu Tschechien berechnet. Erst die Simulationen von gestern Fr erfassten das bodennahe Einsickern der Kaltluft bis in die NÖ-Voralpen und damit das Absinken der SFG bis in die meisten Täler von NÖ. Im Oberen Triestingtal ging der Regen gestern spät abends bis ins Tal in die feste Phase über. Heute Sa folgte ein Eistag mit einem tiefwinterlichen Landschaftsbild, obwohl die noch recht warmen Böden von unten der Schneedecke tagsüber sichtbar zusetzten. 

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Wochenprognose: der Winter bleibt in Sibirien und NO-Kanada

Eine scharfe Luftmassengrenze (LMG) liegt heute Sa früh über OÖ und NÖ. Sie trennt in den bodennahen Luftschichten kontinentale Kaltluft von deutlich milderen atlantischen Luftmassen. In ihrem Bereich tritt leichter Aufgleit-NS auf, der nördlich der LMG bis in die Niederungen als Schnee fällt und in weiten Teilen von NÖ für eine „optische“ Winterüberraschung gesorgt hat. Auf den warmen Böden kann sich aber nur vorübergehend eine dünne Schneedecke bilden.

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Grenzwetterlage mit Temperaturrückgang ohne nennenswerten Niederschlag

Die in meiner letzten Wochenprognose für die zweite Wochenhälfte vorhergesagte Abkühlung – insbesondere in höheren Lagen oberhalb der Inversion –  wird eintreten. Vom Atlantik dringen Frontausläufer mit kühleren Luftmassen bis zu den Ostalpen vor. Gleichzeitig strömt an der Südflanke des  Skandinavienhochs kontinentale Kaltluft über OE bis ME
Ab dem Wochenende pendelt sich das Temperaturniveau auf das für die Jahreszeit typische Niveau – zumindest vorübergehend – ein. Die SFG sinkt auf unter 1000m. Ein Wintereinbruch im Gebirge mit größeren Neuschneemengen ist jedoch nicht zu erwarten. In meiner persönlichen Notation würde ich den bevorstehenden Wettercharakter als „zyklonal geprägte Tümpellage“ bezeichnen  😉
Im erweiterten Mittelfristzeitraum, ab Mitte kommender Woche,  dürfte sich an der Vorderseite des Atlantiktroges der Zustrom milder Luft aus SW im gesamten Ostalpenraum wieder durchsetzen. Die kalte Kontinentalluft wird nach OE zurückgedrängt, bleibt aber in Reichweite.

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Wochenprognose: Abkühlung in Sicht!

Der ungewöhnlich warme Wetterabschnitt mit ausgedehnten Nebelfeldern in den Niederungen des O und im Donauraum und Sonne nebst hohen Wolkenfeldern dauert noch bis gegen Mitte der Woche an. Die Wetterentwicklung darüber hinaus zeigt eine massive Störung des PW (Polarwirbel) durch ein mächtiges Blockadehoch von Skandinavien bis zur Karasee mit einsickernder kontinentaler Kaltluft. Ob diese Abkühlung auf normales Temperaturniveau nachhaltig ist,  ist aufgrund eines „Displacement“ des troposphärischen PW  in Richtung Kanada/Nordamerika in Frage zu stellen und eher unwahrscheinlich.

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