Wochenprognose: Fortbestand der zu milden Westwetterlage

Die ruhige, niederschlagsarme, hochdruckgeprägte Phase der letzten Tage ändert sich nur insofern, dass sich die Frontalzone etwas nach S verlagert. Mit zunehmender Zyklonalität geht der Hochdruckeinfluss vom Mittelmeerraum damit zu Ende. Bei durchziehenden schwachen atlantischen Fronten bleibt es aber recht mild bei einem wechselhaften und niederschlagsarmen Wettercharakter. 
Bis zum Dreikönigswochenende kündigt sich eine Umstellung der GWL an. An der Ostflanke eines Rückens über dem NA trogt es bis ins westl. Mittelmeer aus. Der Trog (GWL TrW) könnte in weiterer Folge im Falle einer Ostverlagerung nach fast einmonatiger deutlich zu milder Witterung einen winterlichen Wetterabschnitt einläuten 🙂 Ob es für Schnee bis ins Flachland reicht, ist noch offen; Berglandwinter mit Neuschnee wäre aber gesichert.
Möglich wäre aber auch, dass bei stationärem Verhalten des Troges die Ostalpen an seiner Vorderseite bleiben 🙁

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Das extrem milde, stürmische und nasse Weihnachtswetter im Oberen Triestingtal

Zu den schon zur Gewohnheit gewordenen außergewöhnlich milden Temperaturen um Weihnachten (Wettersingularität Weihnachtstauwetter) und der damit verbundenen Schneeschmelze bis in die Gipfelregionen gesellten sich heuer heftiger Sturm  und starker Regen. Etliche umgestürzte oder entwurzelte Bäume in den Wäldern und überflutete Wiesen und Äcker waren die Folge. 
Keine Probleme mit den Wassermassen hatte die Triesting, wie im letzten Beitrag bereits dokumentiert.

Edit 30.12.2023: Fotos mit Sturmschäden hinzugefügt

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Wochenprognose: Sturm und Niederschlag klingen ab, die milden Temperaturen bleiben

Der gestrige Sa war geprägt von andauernden starken Niederschlägen und Sturm. Der Großteil des NS fiel in Thenneberg als Regen (in Summe bis 96mm), nur gestern am Vormittag pendelte die LMG mit der kühleren Luft etwas nach SW, sodass der NS vorübergehend in Schneefall überging und für wenige Stunden ein Wintermärchen in die Landschaft zauberte:

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Mildes, unbeständiges, regnerisches und ruppiges Weihnachtswetter

Das kurze Winterintermezzo bis ins Flachland von Anfang Dezember wurde vor 2 Wochen durch eine Zonalisierung der Zirkulation über dem NA im Alpenraum von mildem und unbeständigem Westwinwetter abgelöst. Eine grundlegende Änderung der GWL mit der Rückkehr zu einem winterlichen Abschnitt ist nicht in Sicht. Das derzeitige von atlantischen Luftmassen geprägte Wetter ist sehr stabil und typisch für einen milden Winter im Alpenraum, der zwar überdurchschnittlichen NS verursacht, aber nur in den Bergen für eine beständige Schneedecke sorgt. Bis jetzt passt die Entwicklung zur Einschätzung in meiner Winterprognose

Die aktuell wetterbestimmenden Druckgebilde sind ein mächtiges Azorenhoch und ein kräftiges Tiefdrucksystem über Skandinavien. Nach der ruhigen Hochdrucklage zu Wochenbeginn herrscht im Gradientenfeld dieser Druckgebilde eine turbulente W/NW-Strömung, mit der laufend bis inkl. So (Hl. Abend) Störungen (Kalt- und Warmfronten im Wechsel) zu den Ostalpen gesteuert werden.

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Viel Eis und wenig Schnee am Schneeberg

Den letzten Tag des Hochdruckwetters  nutze ich heute noch für eine Schitour. Aufgrund der hohen Temperaturen der letzten Tage erwarte ich recht bescheidenen Schneeverhältnisse. Meine Erwartungen werden leider übererfüllt 😉 Ich war schon oft am Schneeberg, aber soviel Eis – von der Fischerhütte bis zum Parkplatz – habe ich noch nie erlebt. Extrem trockene Luft konservierte das Eis trotz frühlingshafter Temperaturen. Dazwischen gibt es im Aufstieg etwas gesetzten Pulver, bei der Abfahrt kurze harschige Passagen. 

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Das verfrühte „Weihnachtstauwetter“ ist gekommen, um zu bleiben

Der Winter, der in der ersten Adventwoche weiten Teilen Österreichs eine geschlossene Schneedecke bescherte und die Temperatur in geschützten Tal- und Beckenlagen z. T. bis unter -20°C sinken ließ (-18°C an meiner Messstation in Thenneberg) bleibt voraussichtlich bis über Weihnachten auf Tauchstation. Die Folgen des anhaltenden Tauwetters sind aber nicht nur grüne Wiesen in den Niederungen und Schneeschmelze bis in mittlere Gebirgslagen. Nicht überall – vor allem im W, wo Regen dazukommt – können Flüsse das Schmelzwasser ohne Ausuferungen abtransportieren. Durch die stark gesättigten Böden steigt die Steinschlaggefahr an steilen felsdurchsetzten Hängen. Die B18 in Altenmarkt etwa musste wegen herabstürzender Felsen gesperrt werden. Im Bergland herrscht erhöhte Lawinengefahr.

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Wochenprognose: zyklonale Westströmung gefolgt von einem Hoch über WE

Eine Westströmung steuert am Wochenende Fronten, die von trockenen Phasen und Bewölkungsauflockerungen unterbrochen werden, über die Ostalpen. Dabei steigen die Temperaturen generell in den positive Bereich, die Nullgradgrenze steigt auf über 1000m. In Kaltluftseen alpiner Täler kann sich Dauerfrost halten.

 Eine Warmfront am Mo lässt die SFG und Tauwetter gegen 2000m ansteigen. Mit durchgreifendem Westwind steigen die Temperaturen in den Niederungen der Alpennordseite und am Alpenostrand gegen 10°C:

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Göller: Warmfrontaufzug, Föhnsturm, Pulverschnee

Der Göller hat heute einiges zu bieten. Trotz Feiertag und noch guter Schneeverhältnisse besitzt die gesamte Tour dank frühem Aufbruch am Parkplatz (08:00) und einer noch unverspurten Abfahrt einen hohen Einsamkeitsfaktor. Nach dem nächtlichen Zwischenhoch wird die Sonne bereits am frühen Vormittag durch aufziehende hohe Warmfrontbewölkung (Cs) mit interessanter Farbgebung teilweise abgeschirmt. Am exponierten Gipfelkamm herrscht Föhnsturm und heftiges Schneefegen. Ohne schützender Schibrille wäre die Gipfelbesteigung kaum möglich gewesen. Die Gipfelrast fällt heute aus 😉 Nach dem Abfellen starte ich sofort mit der Abfahrt, die mich über herrliche Tiefschneehänge und eine abschließende Forststraße zurück zum Parkplatz bringt. 

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