Wochenprognose mit Ausblick auf den Spätwinter

Die erste Februardekade verläuft „frühlingshaft“, im weiteren Verlauf könnten nach den simulierten Entwicklungen im PW (Polarwirbel) eine Antlantikblockade zu einem spätwinterlichen Wettercharakter überleiten.

 

Das turbulente, milde und wechselhafte Westwindwetter (GWL Wa), auf das ich in meinen letzten Analyse-/Prognosebeiträgen eingehend eingegangen bin, dauert in den nächsten Tagen an.  Vom Flachgau bis ins Nordburgenland und auf den südl. angrenzenden Bergen der Nordalpen erreicht der Wind zeitweise Sturmstärke. Über diese Gebiete ziehen auch die dichtesten Wolken, während es im W und S oft sonnig ist. Die Nullgradgrenze liegt in 2500m!
Zur Wochenmitte kühlt es mit einem Frontausläufer und nachfolgenden schwachen Höhentrog vorübergehend etwas ab, nennenswerter NS ist aber nicht in Sicht:

 

Mit dieser Entwicklung geht das antizyklonal bestimmte Wetter in den Ostalpen zu Ende.
In der zweiten Wochenhälfte beginnt die Strömung über dem NA stärker zu mäandrieren. Ein Trog erreicht WE, an dessen Vorderseite erfolgt ein Warmluftvorstoß zu den Ostalpen und beginnender Südstau:

 

 
Mit der langsamen Progression des Troges, der ins Mittelmeer abtropfen soll, erfolgt im Verlauf des  kommenden Wochenendes der allmähliche Übergang zu einer Troglage (GWL TrM). Der exakte zeitliche Ablauf ist noch offen! Aber nasskaltes Wetter in den Niederungen und mit dem Potential einer Rückkehr des Winters im Bergland in der zweiten Februardekade ist aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich.

Wenn ich jetzt noch den Blick in die Glaskugel strapaziere, könnte die zweite Februarhälfte mit einer Atlantikblockade und einem spätwinterlichen Witterungsabshnitt aufwarten. Ob es nochmals für Schnee bis in die Niederungen reicht, lässt sich noch nicht vorhersagen.

Energietransfer in die Stratosphäre durch ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet über dem Ural führt zu einer massiven Störung des PW in allen Stockwerken. Das derart ausgelöste Warming in der Stratosphäre und die Reflexion in die Troposphäre krempeln die GWL um.

Exemplarisch die simulierten Temperaturen in der Stratosphäre (10hPa) und die Geopotential-/Druckstruktur in der Troposphäre (500hPa) für Mitte Februar vom aktuellen GFS-Modelllauf:

 

Auch das IFS-Modell des europäischen Wetterzentrums simuliert eine ähnliche Entwiklung. 

Aktualisierung folgt!

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