Archiv der Kategorie: Wetterprognosen / Synoptische Analysen (Wetterblog)

Der Schongang des Winters ist zu Ende

25.01.2015.BK_BodAna_Sat_1501250000
Wie sooft bei einem Mittelmeertief, gab es auch  diesmal eine Überraschung bezüglich der Niederschlagsmenge.
Was sich gestern bereits angekündigt hat, ist heute morgens Wirklichkeit geworden:  15cm pulvriger Neuschnee im oberen Triestingtal.   Die Warmfront des Mittelmeertiefs ist  über der Osthälfte Österreichs okkludiert und zu liegen gekommen.  Sie verursacht  nach wie vor mäßigen Schneefall (Beitragsbild, 07:00), der im Laufe des Tages nachlässt bzw. aufhört.

Wie geht es nun weiter?

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Lawinen, Hochwasser, Sturm, Straßensperren………..

…………..das sind die möglichen Auswirkungen, die mit der bevorstehenden Wetterumstellung auf eine turbulente zyklonale WNW-Lage zur Mitte der Woche auf die Alpen und das nödliche Alpenvorland zukommen.

Was ich gestern in meiner Analyse noch als Vollwinter verniedlichte, entpuppt sich immer mehr als außergewöhnliches  Wetterereignis  mit extremen Niederschlagsmengen in wenigen Tagen in den NW-Staulagen, vor allem vom Arlberg bis Hochkönig.
In diesen Gebieten werden akkumulierte Schneemengen mit einem Wasseräquivalent von 300mm in wenige Tagen simuliert. Auch wenn diese Rechnung noch nach unten korrigiert wird, in den Hochlagen der erwähnten Gebiete ist mit über 2m Neuschnee zu rechen. Unterhalb von 1500m wird ein Teil des Niederschlages mit einer Warmfront (30.1.) vorübergehend als Regen fallen.

Extreme Lawinengefahr wird für viele Straßensperren zum Beginn der Semesterferien Ostösterreichs sorgen.

Auch  lokale Überflutungen durch Starkniederschläge im Warmsektor sind zu befürchten.

Entlang der Alpennordseite sind mit der straffen WNW-Strömung Sturmböen zu erwarten.

Der Osten und Süden bleiben verschont.

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Vollwinter zum Monatsende

Im  Bergland und den höheren Lagen nördlich der Alpen verabschiedet sich der Jänner mit Actionwetter und  großen Neuschneemengen.
Die Tage der dezeit langweiligen Wetterlage sind gezählt. Der Wetterabschnitte mit feuchtkühlen gradientenschwachen Verhältnissen in den Niederungen und föhnigen und teilweise sonnigen Bedingungen auf den Bergen und den nordseitigen Alpentälern geht morgen Fr zu Ende.

Die Strömung dreht zunehmend auf NW und leitet einen zunächst noch zahmen winterlichen Wetterabschnitt ein.  Alpennordseitig und vor allem im Nordstau werden in den kommenden Tagen  immer wieder leichte bis mäßige Schneefälle auftreten. Auch ins Flachland werden sich bei winterlichen Temperaturen Schneeflocken verirren. Nur die Alpensüdseite geht leer aus.

Ab der zweiten kommenden Wochenhälfte geht es dann  heftig zur Sache.  Eine zyklonale NW-Lage bringt mit stürmischen Winden abwechselnd Warm- und Kaltfronten zu den Alpen.   Mit 1 bis 2 m Neuschnee in mittleren und höheren Lagen der Nordstaugebiete muss aus heutiger Sicht gerechnet werden.

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Fortsetzung des Tümpelwetters

Zwischen dem Azorenhoch und einem Kontinentalhoch über NW-Russland herrscht über dem westlichen Mittelmeerraum  und ME in den nächsten Tagen ein gradientenschwacher zyklonal geprägter Wettercharakter mit schwacher Südföhnkomponente.

Nur morgen Mi bringt ein schwaches Zwischenhoch etwas Sonne auf den Bergen und in den Föhntälern nördlich der Alpen.
Ende der Woche Umstellung auf nasskaltes NW-Wetter mit Schneezuwachs nördlich der Alpen und Nordföhn im Süden.
Die Temperaturen bleiben der Jahreszeit entsprechend durchschnittlich. Im Flachland ist in Wochenfrist kein Wintereinbruch zu erwarten.    Winter light   😉

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Gammelwetter statt Hochwinter

Weder Winterfreunde, die auf Schnee und Kälte warten,  noch Sonnenhungrige, die sich schon nach dem Frühling sehnen, dürften in der nächsten Woche auf ihre Rechnung kommen.

Die Temperatur passt sich dem jahreszeitlichen Mittel an. Leichte Nachtfröste, knapp über dem Gefrierpunkt tagsüber;  dazu viele Wolken, etwas Sonne, wenig Wind und geringe Niederschlagsneigung.  Am freundlichsten an der leicht föhnigen Alpennordseite.

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Kalt-warm-kalt und stürmisch

Das seit Tagen von den Wettermodellen simulierte Sturmereignis ist im Kurzfristbereich angelangt und wird auch bei uns für ruppige Tage sorgen und unterhalb 800m die herrliche Winterlandschaft wieder in ein grünes Erscheinungsbild verwandeln.

Das nördl. Alpenvorland, der Alpenostrand und insbesondere exponierte Höhen- und Kammlagen, wo der Sturm zeitweise Orkanstärke erreichen wird, sind die hauptbetroffenen Gebiete.

Nach Analyse der letzten Modellrechnungen erwarte ich für meine Gegend folgende Sturmspitzen in Böen:

Triestingtal:  100 km/h
Buchberg/Wienerwald: 130 km/h
Hocheck: 150 km/h
Schneeberg:  180 -200 km/h

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Kurze Wetterberuhigung gefolgt von stürmischem Westwindwetter

Die ergiebigen Schneefälle im östlichen Nordstau vom Toten Gebirge bis zum Schneeberg  gehen bis morgen früh zu Ende, wobei die Intensität in der  Nacht nachlässt. Dabei sind in den genannten Gebieten nochmals 20cm-30cm Neuschnee begleitet von starkem Wind zu erwarten.
In Summe sind etwa in den Gutensteiner Alpen in den letzten Tagen oberhalb 1000m über 75cm Neuschnee gefallen.
In den Tälern bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hoher Nassschneeanteil und deshalb deutlich weniger mächtige Schneedecke  (aktuelles Beitragsbild; Mo, 19:00).

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Potential für ein extremes Sturmereignis zum Ende der ersten Jännerdekade

Auf die polseitigen Umwälzungen von Kaltluftmassen nach NO-Kanada und in weiterer Folge über Neufundland auf den Atlantik habe ich am Ende eines Reports vom 1.1. schon hingewiesen.
Über dem warmen Atlantik werden dabei Tiefdrucksysteme induziert, die mit einem Kerndruck von bis zu 940hPa über Island nach Skandinavien wandern. Im Süden hält derzeit ein sehr potentes Azorenhoch dagegen, sodass es vor der europäischen Atlantikküste zu enormer Isobarendrängung kommt (siehe exemplarisches Beitragsbild). Sturm/Orkan, der auch das Festland bzw. ME erreicht, ist zu befürchten.

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