Alaskarutsche bringt mit zeitlicher Verzögerung Schwung in den Atlantik

Der in meinem letzten Prognose-/Analysebeitrag angekündigte Übergang zu einem Atlantik-geprägten Wetterabschnitt  liegt ursächlich in einem gestörten PW (Polarwirbel). 
Der Vertikalschnitt zeigt derzeit sein Hauptfragment über Eurasien und ein kleineres Fragment, das in der Troposphäre und unteren Stratosphäre über Nordkanada positioniert ist. 

 

Quelle: stratobserve

 

Die nachfolgende aktuelle Geopotential-/Druckstruktur des aktuellen GFS-Modelllaufes von der NH mit dem von mir eingezeichneten Druckzentren und Zirkulationsmuster zeigt zwischen einem Hochdruckgebiet über Alaska/Beringmeer („Alaskarutsche“) einen Kaltlufttransport von Sibirien über die Arktis nach Nordamerika:

 

Nach dem kommenden Wochenende werden die Folgen dieses „arctic outbreak“ über Nordamerika im Alpenraum wetterbestimmend. Bis dahin bestimmen (s. letzter Beitrag) eine Warmfront (heute Mi, morgen Do), Kaltfront (Fr) und ein Zwischenhoch (Sa/So) das Wetter im Ostalpenraum.

Bis zum Beginn kommender Woche gelangen die arktischen Kaltluftmassen, die Teile von Nordamerika geflutet haben, mit einer Progression des troposphärischen PW auf den NA. Damit sind die Weichen für dynamisches Atlantikwetter bis EU gestellt:

 

Die Zeichen sprechen für einen wechselhaften und insgesamt zu milden  Wetterabschnitt in der kommenden Woche, wobei tendenziell die meiste Zeit ein Azorenkeil die Oberhand gewinnen dürfte.

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